AMS: Frauenförderung seit 1996 in der Zielsteuerung des AMS

Mehrjähriges Qualifizierungsprogramm für Frauen in nichttraditionellen Berufen - Förderung von Wiedereinsteigerinnen durch Weiterbildung

Wien (OTS) - Die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Rahmen der arbeitsmarkt-politischen Jahresziele wurde bereits 1996 in die Zielsteuerung der Organisation aufgenommen. Wichtigster Arbeitsschwerpunkt der Frauenförderung in der Zielsteuerung der vergangenen Jahre ist die Erhöhung der Arbeitsmarktchancen von Frauen durch Qualifizierung. Seit 2000 wurde Gender Mainstreaming als verbindliche Strategie im AMS eingeführt, das heißt, dass das AMS bei der Organisation, Konzeption, Umsetzung und Evaluierung der Maßnahmen die unterschiedlichen Bedingungen von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt systematisch berücksichtigt. "Ein zentraler Schwerpunkt der Gleichstellungsförderung von Frauen am Arbeitmarkt ist die Höherqualifizierung von Frauen, insbesondere in den nichttraditionellen Berufsbereichen. Berufe im nichttraditionellen Bereich, wie z.B. in Handwerk und Technik bieten Frauen gute Berufschancen und ein gutes Einkommen", betonte Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich.

Mehrjähriges Förderprogramm: FIT (Frauen in Handwerk und Technik)

Ergänzend zu den zahlreichen Förderprogrammen für Frauen hat das AMS daher im Vorjahr das mehrjährige Qualifizierungsprogramm FIT (Frauen in Handwerk und Technik) gestartet. Mit diesem Programm werden Frauen zur Ausbildung in nichttraditionellen Berufen motiviert. "Einzigartig am Programm ist, dass neben der Möglichkeit einer Lehrausbildung auch der Besuch von Fachschulen, HTL oder Fachhochschulen vom AMS gefördert wird. Denn nur so kann das Ziel, Frauen in hochwertige technisch-handwerkliche Ausbildungen zu bringen, erfolgreich umgesetzt werden", betonte Kopf. Teil des Programms sind auch vorbereitende und unterstützende Maßnahmen, wie eine Berufsorientierung, Beratung (auch hinsichtlich der Kinderbetreuung) und Begleitung während der Ausbildung. Zielgruppe des Programms sind beim AMS vorgemerkte Frauen unabhängig von Qualifikationsniveau und Alter. 2006 haben bereits 700 Frauen am Programm teilgenommen, 2007 werden weitere 700 Frauen vom Programm profitieren. Die Kosten der Qualifizierung sowie der Deckung des Lebensunterhaltes werden vom AMS getragen.

Zurück in den Beruf - AMS unterstützt Frauen beim Wiedereinstieg

Um die Beschäftigung von Frauen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, unterstützt das AMS Frauen beim Wiedereinstieg. Wichtig dabei ist, die gezielte Information von Frauen. Das AMS bietet daher österreichweit in allen Geschäftsstellen eigene Infonachmittage für Wiedereinsteigerinnen an, um Frauen über alle Angebote des AMS zu informieren. Über das österreichweite Projekt "Wiedereinstieg mit Zukunft" werden österreichweit rund 10.000 Frauen beim Wiedereinstieg im Rahmen einer Kursmaßnahme betreut. Um die Frauen bei ihrer beruflichen Entwicklung aktiv zu unterstützen, fördert das AMS den Wiedereinstieg von rund 16.000 Frauen durch Schulungs- und Weiterbildungsangebote.

AMS als "equal opportunity employer"

Das AMS will als Arbeitgeber Vorbild für andere Unternehmen sein:
Durch ein Gleichstellungs- und Frauenförderungsprogramm für die AMS-MitarbeiterInnen werden die Chancen für Frauen, Führungspositionen zu übernehmen verbessert. In zehn Jahren konnte das AMS damit den Frauenanteil in Führung österreichweit von 23 auf 36 Prozent steigern. Ziel sind 50 Prozent. Auch im Top-Management sind bereits sechs von zwanzig Positionen mit Frauen besetzt. In punkto Frauenbeschäftigung geht das AMS Wien mit gutem Beispiel voran: Mit Geschäftsführerin Claudia Finster und Vize-Chefin Dr. Inge Friehs sind zwei Frauen im Topmanagement der Landesorganisation. 68 Prozent der rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im AMS Wien sind Frauen. "Ganz besonders freuen wir uns, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen im AMS Wien mit 51 Prozent bereits deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt liegt", erklärte Claudia Finster, Landesgeschäftsführerin des AMS Wien abschließend.

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