Neues Volksblatt: "Packelei" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 8. März 2007

Linz (OTS) - Geht es um Ausländer, ist FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache überaus besorgt ums Wohl der Staatsfinanzen. Im Zusammenhang mit familienpolitischen Leistungen an Nicht-Österreicher sieht er sogar den Sozialstaat in Gefahr. Gehe das so weiter mit der Zuwanderung, habe dessen letztes Stündlein geschlagen, argwöhnte Strache vor kurzem.
Geht's ums finanzielle Wohl seiner Partei, verliert der blaue Frontmann schnell seine Knausrigkeit. Dass Ewald Stadler zwar die Freiheitlichen verlässt, mit seinem Verbleib im Parlamentsklub aber ein paar hunderttausend Euro im Jahr in die Kassa spült, wird kommentarlos zur Kenntnis genommen. Was umso bemerkenswerter ist, als auch der FPÖ das demokratische Getriebe schnell einmal zu teuer ist. Jetzt könnte man dem Steuerzahler sparen helfen, indem unter die Beziehung zum ungeliebten Stadler ein klarer Trennstrich gezogen wird - und was kommt heraus: Eine Packelei sondergleichen. Dass er auch nur einen halben Abgang zu Stande bringt, stellt auch dem früheren Volksanwalt Stadler kein herzeigenswertes Zeugnis aus. Saubermänner jedenfalls sehen anders aus.

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