Kuntzl: Schaffung von zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen dringend notwendig

Müttergeld benachteiligt berufstätige Frauen

Wien (SK) - "Zu recht war die Kinderbetreuung in den letzten
Wochen und insbesondere im Vorfeld des Frauentages zentrales Thema", betonte SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Mittwoch im Rahmen der Nationalratsdebatte. "Wir brauchen endlich die Mittel, um ausreichend Kinderbetreuung zur Verfügung zu stellen. Was wir nicht brauchen, ist die zigste Bedarfserhebung zu den Kinderbetreuungsplätzen", unterstrich Kuntzl. Es führe kein Weg daran vorbei, die 50.000 Betreuungsplätze zu schaffen, die dringend benötigt würden, im Regierungsprogramm sei der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze festgeschrieben. Wie notwendig dies sei, zeige auch eine Unicef-Studie, die sich mit dem Wohl der Kinder in Industriestaaten beschäftige. Österreich sei nur auf dem 21. Platz, Spitzenreiter seien die vorbildhaften skandinavischen Länder. ****

Zum Vorschlag eines Müttergeldes bemerkte Kuntzl, dass man von Seiten der ÖVP schon zeitgemäßere Vorschläge gehört habe. Dieses Müttergeld diene dazu, nur jenen Müttern Wertschätzung entgegenzubringen, die zu Hause bei den Kindern bleiben würden, so Kuntzl. "Auch eine Mutter, die arbeiten geht und für das Wohl ihrer Kinder sorgt, ist eine gute Mutter", bekräftigte die SPÖ-Familiensprecherin.

An die Adresse der Grünen richtete Kuntzl eine Kritik am oberösterreichischen Kindergartengesetz. Dies sei lediglich die Festschreibung des Status quo, ein von SPÖ-Landesrat Ackerl geforderter Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz komme nicht vor und auch bei der Staffelung der Beiträge sei es nicht gelungen, eine Null-Staffelung einzuführen. (Schluss) sw

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