Bures: "Wir verbessern mit ganz konkreten Maßnahmen die Lebenssituation von Frauen"

Allein 2007 um 60 Prozent mehr Geld für Interventionsstellen

Wien (SK) - Die SPÖ-geführte Bundesregierung "verbessert mit ganz konkreten Maßnahmen die Lebenssituation von Frauen", unterstrich Frauenministerin Doris Bures bei der Dringlichen zum Thema "Frauenpolitische Maßnahmen" am Mittwoch im Nationalrat. So profitierten von der Pensionserhöhung 150.000 Frauen und auch der General-Kollektivvertrag, der einen Mindestlohn von 1.000 Euro garantiert, sei eine "ganz wichtige Maßnahme zur Bekämpfung der Armut von Frauen", so Bures am Vortag des Internationalen Frauentags. Dass in der Frauenpolitik nunmehr ein deutlicher Kurswechsel erfolgt ist, sei auch daran zu sehen, dass das Frauenbudget um 35 Prozent erhöht wird. Zudem gebe es allein 2007 eine 60-prozentige Erhöhung der Mittel für Interventionsstellen, zeigte sich Bures erfreut. ****

"Wir halten nichts vom Jammern, sondern wir kümmern uns ganz konkret um die Probleme der Frauen", so die Frauenministerin mit Hinweis darauf, dass es nunmehr ein eigenes Frauenministerium gibt. Zudem habe man in der aktuellen Regierung den "höchsten je erreichten Frauenanteil" zu verzeichnen, freute sich Bures. Die SPÖ stehe dafür, den Frauen ein "selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu ermöglichen". Es gelte weiters, die Chancen der Frauen zu erweitern und ihnen mehr Wahlfreiheit zu geben, ergänzte Bures. Mit der bereits beschlossenen Pensionserhöhung und dem General-Kollektivvertrag habe man "ganz konkrete Maßnahmen" gesetzt, um die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen zu schließen, bekräftigte Bures, die am Beispiel der Kollektivverträge der Arzthelferinnen zeigte, dass hier die Frauen bereits einen "Sprung nach vorn machen". Auch die bedarfsorientierte Mindestsicherung sei eine weitere konkrete Maßnahme, die gleichzeitig als Sprungbrett diene, um wieder in Beschäftigung zu kommen, so Bures.

"Bekämpfung der Arbeitslosigkeit steht im Mittelpunkt"

Für die SPÖ-geführte Regierung stehe die "Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Mittelpunkt", so Bures, die darauf verwies, dass eine "Erhöhung der Frauenerwerbsquote um drei Prozent in dieser Legislaturperiode" vorgesehen ist. Es gehe hier um "Quantität und Qualität" - sie wolle hier "Vollzeitarbeitsplätze, von denen Frauen auch leben können", hielt die Frauenministerin fest. Zusätzlich stelle die Regierung 200 Millionen Euro zusätzliche Mittel für die aktive Arbeitsmarkt-Förderung zur Verfügung. Davon gingen allein 100 Millionen in den Frauenbereich, um Frauen etwa den beruflichen Wiedereinstieg zu ermöglichen. Eine weitere Maßnahme liege in der "Attraktivierung und Erleichterung" im Bereich der Bildungskarenz.

"Mädchen Mut machen, atypische Berufe zu ergreifen"

Die Unterschiede in den geschlechtsbezogenen Einkünften begännen sich schon früh zu manifestieren - nämlich im Feld der Berufswahl, wo Frauen noch immer hauptsächlich Beschäftigungen im Bereich von Handel, Gesundheit und Gastgewerbe ergreifen. Gleichzeitig sei man heute mit Defiziten bei handwerklichen und technischen Berufen konfrontiert, so Bures, die vor diesem Hintergrund betonte: "Wir drängen massiv darauf, den Mädchen hier Mut zu machen, dass sie atypische Berufe ergreifen". Die für Lehrlinge erweiterte Blum-Prämie müsse hier "so eingesetzt werden, dass sie dazu motiviert, zukunftsorientierte Berufe zu ergreifen, und Mädchen dabei unterstützt, auch atypische Beschäftigungen zu wählen", bekräftigte die Frauenministerin hier ein "ambitioniertes Vorgehen".

"Vereinbarkeit von Beruf und Familie ganz zentrales Thema"

"Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein ganz zentrales Thema", so Bures mit Verweis darauf, dass dort, "wo es eine hohe Betreuungsquote und Frauenbeschäftigungsquote gibt, auch eine hohe Geburtenrate" zu verzeichnen sei. Daher müsse die Politik für die notwendigen Rahmenbedingungen sorgen, um Familiengründungen zu unterstützen. Die Bundesregierung gebiete hier über konkrete Maßnahmen, so Bures mit Blick auf die Flexibilisierung des Kindergelds und den Ausbau der Kinderbetreuung, der gerade bei den Unter-Dreijährigen ganz "massiv" gefordert sei. Sie plädiere im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie "für gemeinsame Kraftanstrengungen mit den Ländern", stellte Bures klar.

"Kampf gegen Gewalt an Frauen" entschieden führen

Die Bundesregierung werde den "Kampf gegen Gewalt an Frauen ganz entschieden führen", so Bures, die betonte, dass er hier vordringlich sei, "die Frauen aus Abhängigkeitsverhältnissen zu holen". Genauso wichtig sei es, Interventionsstellen und Anlaufstellen für die Frauen auszubauen, so Bures abschließend. (Schluss) mb

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