Nur Mölltaler selbst sollen über Talschaftsverträge verfügen

LH Haider und LR Scheuch mit Bürgermeistern und Verbund bei Infoveranstaltung - Verhandlungen mit Verbund stehen bevor - Gesamtlösung angestrebt

Winklern, Klagenfurt (LPD) - Über den derzeitigen Stand in der Frage Margaritzenspeicher und Talschaftsverträge haben heute, Mittwoch, Landeshauptmann Jörg Haider und Nationalparkreferent Uwe Scheuch in Winklern alle Bürgermeister des Mölltales informiert, um die weitere Vorgangsweise gemeinsam zu beraten. Gekommen waren auch Vertreter des Verbundes und der Kelag sowie der Bezirkshauptmannschaft Spittal. Auf dem Verhandlungsweg soll eine Gesamtlösung mit Verbund und Kelag erzielt werden, sagte Haider. Er verwies auf Verhandlungen die in ungefähr zwei Wochen zwischen ihm und dem Verbund bzw. der Austrian Hydro Power (AHP) geführt werden sollen. Zielsetzung sei es, einen Fonds oder eine Stiftung zu errichten, deren Erträge ausschließlich der Region zu Gute kommen und auch nur von ihr verwaltet werden sollen.

"Nur die Mölltaler selbst sollen über Erträge aus diesen Fonds entscheiden können", so Haider und Scheuch unisono. Schwerpunkt der Mittelnutzung sollten die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen sein. Der Landeshauptmann sagte, dass auch der Verbund an Verhandlungen interessiert sei, um für sich die notwendigen technischen Lösungen erreichen zu können. Ohne Verhandlungslösung könnte es passieren, dass für den Verbund die Produktionsausfälle größer werden, als die zu leistenden Entschädigungen an die Mölltaler Gemeinden.

Festgestellt wurde auch, dass der Saugbagger und sein Einsatz eine naturschutzrechtliche Genehmigung brauchen würden. Derzeit liege nicht einmal ein Ansuchen dafür vor. Haider, Scheuch und die Bürgermeister waren sich einig, alles zu unternehmen, um die Realisierung der Talschaftsverträge zu erreichen und forderten entsprechende Verhandlungsbereitschaft des Verbundes ein. Eine Lösung des Gletscherschliffproblems werde immer dringender und müsste auch im Interesse des Verbunds liegen. Es wurde klargestellt, dass es eine Möllspülung keinesfalls ein weiteres Mal geben dürfe.
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