Hlavac: Rolle der Migrantinnen stärken!

Wien (SK) - Anlässlich des am 8. März stattfindenden internationalen Frauentages nahm SPÖ-Integrationssprecherin Elisabeth Hlavac zur Situation von Migrantinnen Stellung. Studien, unter anderem von der OECD, zeigen, dass die Kinder der zweiten Generation oft schlechter ausgebildet sind als die ursprünglichen ZuwanderInnen. "Von diesem Problem sind vor allem Mädchen betroffen", beklagte Hlavac am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, "daher ist es ganz besonders wichtig, in diesem Bereich tätig zu werden." ****

"Bekanntlich ist eine gute Ausbildung die wichtigste Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben", erläutert Hlavac, "daher brauchen Mädchen eine genauso gute Ausbildung wie Burschen."

"Ebenso wichtig ist, dass Zuwanderinnen die deutsche Sprache erlernen, um am wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben voll teilhaben zu können", so Hlavac, "ein positives Beispiel ist die von der Gemeinde Wien ins Leben gerufene Initiative 'Mama lernt Deutsch', die sich an die Mütter von SchülerInnen richtet."

Um mehr Selbständigkeit für Migrantinnen zu erreichen, bedarf es aber auch entsprechender gesetzlicher Rahmenbedingungen. "Die Verkürzung der Wartezeit für die Arbeitsbewilligung von Familienangehörigen im Niederlassungsgesetz ist hier sicherlich nur ein erster Schritt. Ziel muss es sein, dass Familienangehörige, und in den meisten Fällen betrifft es Frauen, einen selbständigen Aufenthaltstitel erhalten", fordert Hlavac.

"Gewalt in der Familie darf niemals ein Tabu sein", so Hlavac, "daher fordere ich bundesweit Unterstützung für Mädchen, die einen von der Familie gewünschten Partner nicht heiraten wollen und unter familiären Druck geraten."

Eine besonders grausame Form der Gewalt gegen Frauen ist die weibliche Genitalverstümmelung (FGM). "Derartige Praktiken stellen nach österreichischem Recht ein schweres Delikt dar, da es sich dabei um eine schwere Körperverletzung mit Dauerfolgen handelt. Ich rufe daher zu besonderer Aufmerksamkeit von LehrerInnen, anderen Betreuungspersonen und ÄrztInnen auf und unterstütze die Aktivitäten zur Bannung von FGM!", schloss Hlavac. (Schluss) up/mp

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