Puller/Grüne Wien zu 21er-Einstellung: "Ersatzlösung für 21er hat viele Nachteile"

Bezirksvorsteherstellvertreter Hasch: Brechen von Wahlversprechen hat bei SPÖ offenbar Methode

Wien (OTS) - "Nun ist es fix: Die Strassenbahnlinie 21 wird im Mai 2008 wegen der angeblichen Parallelführung zur neuen U2 auf der gesamten Länge eingestellt. Das haben heute der Leopoldstädter Bezirksvorsteher Kubik und die Wiener Linien endlich offen zugegeben" , kritisiert die Sprecherin der Grünen Wien für den öffentlichen Verkehr, ingrid Puller.

Leider war das Versprechen des Bezirksvorstehers für den Erhalt des 21ers nichts wert - was uns aber eigentlich nicht überrascht", konstatiert der Bezirksvorsteherstellvertreter der Grünen Leopoldstadt Adi Hasch. "Welchen Wahrheitsgehalt soll man sich schon von einer Presseaussendung vier Tage vor einer Wahl erwarten, deren einziger Zweck es war, nicht noch mehr WählerInnenstimmen zu verlieren?", ärgert sich Hasch über die Aussendung des Bezirksvorstehers von Ende September letzten Jahres, in der jener wortwörtlich garantierte, dass "es selbstverständlich auch nach der Öffnung der U2 eine Straßenbahnverbindung zwischen Praterstern und Schwedenplatz geben wird." Sehr aufschlussreich war daher die heutige Aussage des Sprechers der Wiener Linien, der auf Nachfrage bei der Pressekonferenz erklärte, dass ein Erhalt des 21ers für die Wiener Linien nie eine realistische Option war.

"Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass der Erhalt einer Straßenbahnverbindung zwischen Praterstern und Schwedenplatz für die BewohnerInnen des Grätzels rund um die Heinestraße die bessere Lösung darstellt, als der "behauptete" Ersatz durch den Bus 80A", kommentiert Puller, die geplante neue Organisation des Oberflächenverkehrs.

Der Bus 80A soll in Zukunft durch die Wohngebiete tingeln und das nur im 10 Minuten-Intervall und nur bis zur U2-Station Obere Augartenstraße. "Diese Änderung stellt eine massive Verschlechterung für den öffentlichen Verkehr in der Leopoldstadt dar", erklärt die Gemeinderätin. Unter anderem bringt die Ausdünnung der Straßenbahnintervalle in der Taborstraße Nachteile für AnrainerInnen und Geschäftsleute. "Daher beharren wir weiterhin auf unseren Kompromissvorschlag, den 21er noch ein Jahr länger in Betrieb zu lassen, um den tatsächlichen Bedarf für eine Straßenbahn in einem Feldversuch zu erheben", schlägt Puller abschließend vor.

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