GPA-DJP Frauen: Zeit für einen Wandel für Frauen im Handel

Auch am Internationalen Frauentag haben viele Frauen nichts zu feiern

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - In ganz Österreich finden anlässlich des Internationalen Frauentags Verteilaktionen der GPA-DJP Frauen statt. So auch beim Handelsunternehmen LIDL. In Wien werden alle weiblichen Beschäftigten in den Filialen besucht und Informationsmaterialien zum Kollektivvertrag und zu arbeitsrechtlichen Fragen überreicht. Diese Aktion findet in Kooperation mit der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di statt, die seit Jahren für bessere Arbeitsbedingungen bei LIDL kämpft. "Dies ist ein weiteres Beispiel für grenzüberschreitende Aktionen der Gewerkschaften", freut sich Erika Helscher, Frauenvorsitzende der GPA-DJP Frauen über die Aktion, die auch in Deutschland und anderen Nachbarländern stattfindet.++++

In vielen Bereichen des Handels haben Frauen damit zu kämpfen, dass vereinbarte Arbeitszeiten nicht eingehalten und kurzfristig verschoben werden. "Auch die immer längeren Öffnungszeiten im Handel machen es den vielen allein erziehenden Frauen nicht gerade einfach, Beruf und Privatleben zu vereinbaren", kritisiert Barbara Teiber, Bundesfrauensekretärin der GPA-DJP.

Auch sonst werden festgeschriebene Rechte oft nicht eingehalten. So werden vielen Frauen Vor- und Abschlussarbeiten im Handel oft nicht korrekt bezahlt. Bewusst nicht bezahlte Arbeitsleistung ist ein Angriff auf die Würde und die Rechte von Frauen. Nicht zuletzt deshalb ist es für die GPA-DJP Frauen Zeit für einen Wandel im Handel.

Aber nicht nur als Beschäftigte im Handel drohen Frauen auf der Strecke zu bleiben. Auch bei der Debatte über den Pflegenotstand in Österreich wird wenig auf die Perspektive der Tausenden vornehmlich weiblichen Beschäftigten in den Pflegeberufen eingegangen. "Die GPA-DJP Frauen fordern fairen Gehalt und faire Bedingungen auf Basis der kollektivvertraglichen Standards der GPA-DJP für die Beschäftigten im privaten Pflegebereich", so Erika Helscher, Frauenvorsitzende der GPA-DJP Frauen.

ÖGB, 7. März 2007 Nr. 168

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