Buchinger: Arbeitslosigkeit in Europa immer noch zu hoch

Wien (SK) - "Die Arbeitslosigkeit in Europa ist zwar in den
letzten Monaten zurückgegangen, aber immer noch zu hoch", machte Sozialminister Erwin Buchinger am Mittwoch im Nationalrat deutlich. So gebe es immer noch 17 Millionen Menschen ohne Arbeit und 67 Millionen in Armutsgefährdung. Eine weitere Herausforderung für Europa, "die nur mit europäischer Kooperation bewerkstelligen werden kann" nannte Buchinger den Umstand, dass in Europa bis 2050 die Zahl der Über-Achtzig-Jährigen um 172 Prozent anwachsen werde - bei einem gesamten Bevölkerungsrückgang um 2 Prozent. Buchinger will daher diese sozialen Herausforderungen in das Zentrum der EU-Politik rücken, "um die Lebensqualität und den Wohlstand der Menschen in Europa auszubauen". ****

"Die Politikfelder Wirtschaft, Beschäftigung und Sozialpolitik gehören aufeinander abgestimmt", steht für den Sozialminister fest. Die Politik müsse das Primat über die Gestaltung sozialer Verhältnisse zurückgewinnen. Die von der Regierung geforderten europäischen Mindeststandards im Sozialbereich sollten auch auf internationale Verträge ausgebaut werden, wünscht sich Buchinger. Es gehe dabei unter anderem um den Ausbau der Rechte der EU-Bürger in den Bereichen Arbeitsmarkt, Chancengleichheit, Gesundheit sowie Sicherheit am Arbeitsplatz oder Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

"Sozialschutz ist auch Produktivkraft", erläuterte der Sozialminister. Er unterstützt die Lissabon-Strategie, weil sie Maßnahmen beinhalte, die die Bereitschaft der österreichischen Bevölkerung zur europäischen Integration erhöhen würden. "Europäische Sozialpolitik ist ein Feld großer Anstrengungen und ich hoffe auf große Erfolge", schloss Buchinger. (Schluss) re

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