BZÖ-Warmuth: Lebensqualität der Frauen darf nicht der Wirtschaft geopfert werden

Frauensprecherin Warmuth plädiert für eine Weiterentwicklung der Familienpolitik durch Müttergehalt und familiengerechte Arbeitsplätze insbesondere im Handel.

Klagenfurt (OTS) - Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt BZÖ-Frauensprecherin LAbg. Wilma Warmuth auf den Internationalen Frauentag 2007. "Positiv ist, dass Kärnten das familienfreundlichste Bundesland von Österreich ist. So sind in den letzten sieben Jahren unter Landeshauptmann Jörg Haider die finanziellen Leistungen zugunsten der Familien um 165 Prozent erhöht worden. Auch das neue Ansinnen des Landeshauptmannes in Bezug auf Schaffung eines Müttergehaltes bis zum dritten Lebensjahr des Kindes ist zu begrüßen, weil dadurch eine finanzielle und ideelle Aufwertung der Versorgungsarbeit erfolgt", so Warmuth.

Um die Wahlfreiheit der Lebenskonzepte für Frauen zu gewährleisten, müsse jedoch die Wirtschaft entsprechende Rahmenbedingungen durch familienfreundliche Maßnahmen schaffen. Daher wird am 15 März im Kärntner Landtag ein diesbezüglicher Beschluss gefasst werden, der eine familienfreundliche Arbeitswelt garantieren soll. Die Maßnahmen sollen die Lebensqualität für berufstätige Frauen verbessern.

Großen Handlungsbedarf sieht Warmuth insbesondere für die Lebenssituation der Frauen im Handel. Die Familiensprecherin kritisiert, dass vor allem die weiblichen Handelsangestellten den Preis für den Leistungsdruck im Handel bezahlen müssten. Immerhin seien Teilzeit- und Geringfügigkeit-Arbeitsverhältnisse (derzeit 40%) stark ansteigend, wodurch die ohnehin wegen ihres niedrigen Kollektivgehaltes benachteiligten Frauen noch zusätzlich belastet werden. Erschwerend sei, dass die Frauen verstärkt für die Firma abrufbereit sein müssen, sodass eine diskutierte Erweiterung der Ladenöffnungszeiten durch die derzeit unflexiblen Öffnungszeiten der öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen eine große Belastung für Mütter im Handel darstellen. "Das Ziel muss es sein, durch eine leistungsabhängige Landesförderung die Betreuungseinrichtungen zu zwingen, ihre Öffnungszeiten den veränderten Arbeitszeiten in der Wirtschaft anzupassen", so Warmuth.

Neben den genannten Maßnahmen plädiert Warmuth für eine Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft hin zu einem partnerschaftlichen Miteinander, wobei in der jüngeren Generation sowieso schon positive Entwicklungen zu beobachten sind. In jeder Familie solle ein interner Konsens gefunden werden, wer welche Rolle bei der Versorgungsarbeit und der Kindererziehung übernimmt. "Es muss wieder Mut zum Kind gemacht werden. Denn schließlich sind es die Kinder von heute, die in einigen Jahren unser Wirtschafts- und Sozialgefüge prägen werden. Somit ist die Familienarbeit eine wichtige Leistung zugunsten der nächsten Generation!", betont Warmuth.

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