Ende der Erbschaftssteuer stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich

Leitl: Langjährige Forderung der WKÖ würde damit erfüllt werden - Insbesondere Klein- und Mittelbetriebe profitieren bei der Betriebsübergabe

Wien (PWK156) - "Mit der Abschaffung der Erbschaftssteuer würde eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer Österreich erfüllt werden", begrüßt WKÖ-Präsident Christoph Leitl die heutige Aufhebung durch den Verfassungsgerichtshof und spricht sich für eine generelle und dauerhafte Abschaffung aus. "Damit wird erreicht, dass die betriebliche Substanz und das Eigenkapital von Unternehmen bei einer Betriebsübergabe nicht mehr geschmälert wird. Das Ende der Erbschaftssteuer unterstützt somit die Unternehmen, sichert Arbeitsplätze und stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich."

Von den rund 350.000 heimischen Unternehmen stehen jährlich etwa 10.000 Betriebe zur Übergabe an, weist Leitl hin. Etwa die Hälfte davon, also rund 5.000, gelingen, die andere Hälfte wird stillgelegt - nicht zuletzt aus bislang steuerlichen Gründen. "In den nächsten zehn Jahren stehen rund 52.000 kleine und mittlere Betriebe zur Übergabe an, in denen über 440.000 Personen beschäftigt sind. Diese würden durch den Wegfall der Erbschaftssteuer bei ihrem Kapital deutlich unterstützt und in Ihrem Weiterbestand gesichert", so der WKÖ-Präsident. Solides Eigenkapital sei nicht nur wegen der erfolgten Einführung von Basel II so wichtig, sondern auch um generell krisensicherer zu sein. Gerade in jung übernommenen Betrieben müssten meist viele Investitionen vorgenommen werden, um neue Ideen umsetzen zu können.

Die Abschaffung der Erbschaftssteuer würde auch dazu führen, dass viel mehr Risikokapital im Betrieb verbleibt und nicht entnommen wird, nennt Leitl einen weiteren Vorteil. Dies erhöhe die Stabilität und verringere die Risikoanfälligkeit der Betriebe.

"Österreich befindet sich in einem Standortwettbewerb und hat nun die Chance, durch die Abschaffung einer Steuer, die geringe Einnahmen gebracht hat, aber für Investoren ein hohe psychologische Wirkung hat, die Attraktivität unseres Landes weiter zu steigern", sieht Leitl in dem Wegfall der Erbschaftssteuer auch ein wichtiges Signal nach außen. Ein weiterer notwendiger Schritt in diese Richtung wäre in Folge die Abschaffung der Bagatellsteuern wie Werbeabgabe sowie Darlehens- und Kreditvertragsgebühr, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes auch in Zukunft zu erhalten und zu stärken. (Ne)

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