KiK-Wahlvorstand erschwert Betriebsratswahl

Hälfte der Beschäftigten hat Schwierigkeiten, Wahlrecht auszuüben

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Der KiK-Wahlvorstand erschwert die Ausübung des Wahlrechtes für die Betriebsratswahl beim Textildiskonter KiK. Der Antrag des Spitzenkandidaten Andreas Fillei auf flächendeckende Austellung von Wahlkarten wurde vom Wahlvorstand abgelehnt. Die Beschäftigten mussten individuelle Anträge stellen, viele Beschäftigte hatten von dieser Möglichkeit aber gar keine Kenntnis, es wurden nur 660 Wahlkarten ausgestellt. Für den Rest der rund 1.200 KiK-Beschäftigten stehen in ganz Österreich lediglich 5 Wahllokale zur Verfügung. ++++

"Bei der dezentralen, filialisierten Struktur des Unternehmens werden viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schwierigkeiten haben, ihr Wahlrecht überhaupt auszuüben", kritisiert Andreas Fillei von der Liste "Wir sind KiK". Fillei war von der KiK-Geschäftsführung fristlos entlassen worden, darf aber aufgrund einer einstweiligen Verfügung bei der Betriebsratswahl kandidieren.

Im Vorfeld hatte der KiK-Wahlvorstand auch versucht, die Rechtmäßigkeit von Filleis Liste in Zweifel zu ziehen. Mit Hilfe eines Rechtsgutachtens konnten diese Zweifel mittlerweile ausgeräumt werden.

GPA-DJP Vorsitzender Wolfgang Katzian drängt nun darauf, dass alle Arbeitnehmer, die keine Wahlkarte erhalten haben, auch an der Betriebsratswahl teilnehmen können: "Wir werden ganz genau beobachten, ob die Beschäftigten während der Dienstzeit die Möglichkeit zur Stimmabgabe haben und ob es ausreichende Transportmöglichkeiten zu den Wahllokalen gibt."

Die Betriebsratswahl bei KiK findet vom 13. bis 15. März statt, mit einem Ergebnis ist nach Auszählung der Wahlkartenstimmen am 22. März zu rechnen.

ÖGB, 7. März 2007 Nr. 166

Rückfragen & Kontakt:

GPA-DJP
Christoph Sykora
Tel.: 05 0301-21516
Mobil: 05 0301-61516
E-Mail: christoph.sykora@gpa-djp.at
http://www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0005