Neuorganisation von Straßenbahn und Bus entlang der neuen U2

Mit der Verlängerung der U2 bis zum Stadion im Mai 2008 wird auch das Oberflächennetz neu organisiert

Wien (OTS) - Die U2-Verlängerung zum Stadion geht am 10. Mai 2008 in Betrieb und bringt klare Vorteile für Benutzer der Wiener Linien, vor allem im 2. Wiener Gemeindebezirk. Erstmals erhält der Prater eine sehr schnelle Anbindung an das Zentrum. Gerade bei Großevents im Ernst-Happel-Stadion können große Besuchermassen ohne nennenswerte Wartezeiten rasch an- und abtransportiert werden.
Die schnelle Verbindung mit der U2 vom Zentrum in den 2. Bezirk bringt auch einige Änderungen beim Verkehr an der Oberfläche mit sich.
Die Wiener Linien haben in Absprache mit der Bezirksvorstehung der Leopoldstadt das neue Oberflächenverkehrsnetz im Einzugsgebiet der zukünftigen U2 entworfen. Die Umstellungen enthalten zum Teil sogar Linienverlängerungen, wodurch z.B. die Buslinie 11A ab Mai 2008 eine vierte Umsteigemöglichkeit zum hochrangigen U-Bahn-Netz bieten wird.

Auf folgenden Linien gibt es durch die Inbetriebnahme der U2-Verlängerung ab Mai 2008 Änderungen:

Die Linie 11A wird über die bisherige Endhaltestelle Elderschplatz hinaus bis zur U2-Station Krieau verlängert und erhält damit einen weiteren direkten Anschluss an das hochrangige U-Bahn-Netz. Die Linie 11A verbindet damit nicht weniger als vier U-Bahnlinien (U1, U2, U4, U6).
Die Bewohner rund um den Elderschplatz sind somit mit dem gleichen Intervall (an Werktagen) sowie sogar mit dichterem Intervall (am Wochenende) wie mit der Linie 21 an das Netz der Wiener Linien angebunden. Bei der Station Krieau kann außerdem hinkünftig in die Linie 80B Richtung Kraftwerk Freudenau bzw. Kaiserebersdorf Münnichplatz umgestiegen werden. Die Erreichbarkeit des Messegeländes und auch der Linie U6 wird durch die verlängerte Linie 11A verbessert.

Die Linie 21 wird durch die U2 und die Verlängerung der Linie 80A, im kurzen Abschnitt zwischen Stadion und Praterkai durch die Linie 77A ersetzt. Vorteile der U2 sind die viel höhere Geschwindigkeit im Vergleich zur Straßenbahn, die bedeutend höhere Fahrgastkapazität und ein dichteres Intervall (5 min statt 6 min an Werktagen und 5 min statt 10 min am Wochenende).

Damit die Option, das Nordbahnhof- und Nordwestbahnhofgelände je nach weiterer Entwicklung mit einer Straßenbahnlinie zu erschließen, offen bleibt, werden die Gleisanlagen der Linie 21 zwischen Taborstraße und Praterstern weiterhin aufrecht erhalten.

Die Linie 77A verkehrt hinkünftig über Meiereistraße - Wehlistraße -Handelskai - Aspernallee. Damit ist für die Fahrgäste aus dem südöstlichen Teil des Praters das Umsteigen auf das schnelle U-Bahn-Netz dann bereits bei der Haltestelle Stadion möglich.
Auf Wunsch des zweiten Bezirks soll die Prater Hauptallee auf der gesamten Länge bis zum Lusthaus für Freizeitaktivitäten verkehrsfrei gehalten werden, damit verbunden ist die Errichtung einer Ampelanlage an der Kreuzung Handelskai / Aspernallee.
Die Linie 77A stellt eine attraktive Querverbindung zwischen der U2 (Stadion) und U3 (Schlachthausgasse) her.

Die Linie 80A wird bis zur Taborstraße verlängert, einige Schülerkurse verkehren sogar bis zum Karmeliterplatz. Im Abschnitt Praterstern - Taborstraße übernimmt die Linie 80A die Versorgung der an der bisherigen Linie 21 wohnenden Bevölkerung. Die neue Linienführung verbindet den Volkertmarkt mit den Kleingärten Wasserwiese, dem grünen Prater, der Einkaufsstraße Taborstraße, dem Bezirkszentrum und den Schulen in der Kleinen Sperlgasse.
Durch die Einbahnführung der Castellezgasse wird der Radwegeschluss ermöglicht.

Da die Linie N unverändert bleibt, verkehrt zwischen dem Schwedenplatz und der Haltestelle Heinestraße/Taborstraße auch nach der U2-Verlängerung eine Straßenbahnlinie.

Die Linie 80B aus Kaiserebersdorf Münnichplatz über Hafen und Siedlung Dammhaufen kommend erhält bei der Station Stadion einen schnellen Anschluss an die U2. Dadurch können beispielsweise die U1 und die U6 schneller und einfacher als bisher erreicht werden.
Die Linie 80B wird zwecks optimaler Verknüpfung mit der Linie 11A parallel zur U2 bis zur U2-Haltestelle Krieau geführt, damit wird auch das Pensionisten - Wohnhaus Prater direkt versorgt.
Entlang der Strecke Meiereistraße - Stadionallee übernehmen die Linien 77A und 84A die Verbindung zur Schlachthausgasse.

Die Linie 84A verkehrt im Abschnitt Zachgasse (22. Bezirk) bis hin zum Stadion und zurück in gewohnt dichtem Intervall. Bei der Haltestelle Stadion wird ein schneller Anschluss mit der U2 ins Stadtzentrum hergestellt. Einige Kurse des 84A verkehren weiterhin bis zur U3-Station Schlachthausgasse. Die Linie 77A, welche hinkünftig im Abschnitt Stadion-Schlachthausgasse auf gleicher Strecke wie die Linie 84A verkehrt, verdichtet zudem das Angebot im Abschnitt Meiereistraße - Stadionallee (Haltestellen Stadion bis Schlachthausgasse und zurück).

Auf folgenden Linien im zweiten Bezirk ergeben sich aufgrund der U2-Eröffnung keine bzw. nur minimale Änderungen:

Die Linie N behält die gleiche Linienführung wie bisher. Die Linie N verkehrt vom Schwedenplatz bis zur Haltestelle Heinestraße/Taborstraße parallel mit der bisherigen Linie 21 und übernimmt in diesem Gebiet auch deren Funktion.
Laut derzeitigem Planungsstand werden auf der Linie N ab Mai 2008 (also ungefähr zeitgleich mit der Betriebsaufnahme der U2 Verlängerung) bereits ULF-Garnituren im gemischten Einsatz mit dem bisherigen Wagenmaterial unterwegs sein.

Auf der Linie 5 sind fahrplanmäßige Änderungen aufgrund der U2-Verlängerung derzeit nicht geplant. Der Einsatz von ULF-Garnituren auf der Linie 5 (gemischter Einsatz mit den derzeit verkehrenden Garnituren) ist bereits für den Herbst dieses Jahres angedacht.

Die Linie 5A wird ebenfalls nicht geändert. Durch die große Anzahl an Schülern wird der Anbindung der Kleinen Sperlgasse (Volksschule Wien II, Hauptschule, Bundesgymnasium Wien II) der Vorzug gegenüber der Anbindung der U2-Station Taborstraße eingeräumt.

Stand der Linienführung laut Planung vom 1. März 2007, Detailänderungen vorbehalten.

Die Abstimmungsarbeiten mit den zuständigen externen Stellen (Magistratsabteilungen und Behörden) sind im Laufen. Geringfügige Anpassungen der Haltestellensituierung (beispielsweise aufgrund von notwendigen baulichen Veränderungen) können nicht ausgeschlossen werden.

Durch die Inbetriebnahme der U2 sowie den notwendigen Straßenumbauten und die EM 2008 kann es bis Herbst 2008 - vor allem im Bereich Stadion - zu vorübergehend abweichenden Linienführungen bei den im Text erwähnten Linien kommen.(Schluss) wstw

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