SP-Haider: 70% der teilzeitbeschäftigten Frauen leben an der Armutsgrenze

Es ist Zeit für eine neue Kultur der Partnerschaft

Linz (OTS) - Obwohl Frauen in der Arbeitswelt enorm aufgeholt
haben und inzwischen ähnlich gut ausgebildet sind wie Männer, sind sie auch zum Frauentag 2007 von gerechten Löhnen und Einkommen noch meilenweit entfernt. Ein Grund dafür ist, dass viele Frauen - in Oberösterreich sind es 46% - Teilzeit arbeiten. "70% der teilzeitbeschäftigten Frauen haben ein Netto-Einkommen unter der Armutsgrenze. Das muss sich ändern! Es ist Zeit für eine neue Kultur der Partnerschaft, die sicherstellt dass Frauen endlich ihren gerechten Anteil am wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes erhalten, " betont Landesparteivorsitzender LH-Stv. DI Erich Haider. Die Chancen dafür stehen deutlich besser, seit mit der neuen Regierung die Frauenpolitik endlich wieder ins Zentrum gerückt ist. Die SPÖ Oberösterreich hat das Jahr 2007 zum Jahr der Frauen erklärt, um mit bestehenden Ungerechtigkeiten aufzuräumen.

"Selbst bei ganzjähriger Vollbeschäftigung verdienen Frauen in Oberösterreich durchschnittlich um 31,6% weniger als Männer. Damit ist unser Bundesland trauriges Schlusslicht. Nur die Vorarlbergerinnen verdienen noch schlechter " , zeigt Erich Haider auf. Im österreichischen Durchschnitt erhalten Frauen um 27,3% weniger Gehalt als ihre männlichen Arbeitskollegen.

Während Österreichweit weibliche Arbeitnehmerinnen ein Bruttoeinkommen in der Höhe von 27.881 Euro jährlich beziehen, verdient eine Oberösterreicherin im selben Zeitraum insgesamt nur 25.568 Euro, also um 2.313 Euro weniger. Mit den Bezirken Freistadt, Schärding und Rohrbach finden sich sogar gleich drei oberösterreichische Bezirke unter den zehn für die Frauen einkommensschwächsten österreichischen Bezirken. Auch im EU-Vergleich gehört Österreich zu den Schlusslichtern. Nur in den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland verdienen Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen noch schlechter.

Der Einstieg in ein schlecht bezahltes Erwerbsleben beginnt für viele Frauen meist schon mit der Berufswahl. Von den rund 250 möglichen Lehrberufen wählt etwa die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge Bürokauffrau, Einzelhandelskauffrau oder Friseurin. Auch bei den Studienanfängerinnen entscheiden sich rund 40% der Frauen für Geisteswissenschaften, für ein technisches Studium hingegen nur 5%. Während in vielen schlecht bezahlten Branchen fast nur Frauen arbeiten, sind sie in gut bezahlten, z.B. technischen Berufen sowie in höheren Positionen nach wie vor rar. "Hier geht es darum, das Potential und die vielfältigen Talente junger Frauen frühzeitig zu fördern, damit sie ihr Recht auf Chancengleichheit verwirklichen können", so Haider abschließend.

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