SPÖ-Frauen: Frauenpolitik ist endlich wieder ins Zentrum gerückt

Aufruf der SPÖ Frauen zum Internationalen Frauentag

Wien (SK) - Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März betonen die SPÖ-Frauen in ihrem Aufruf, dass Frauenpolitik mit der neuen sozialdemokratisch geführten Regierung endlich wieder ins Zentrum gerückt ist. ****

Anbei der Aufruf der SPÖ-Frauen im Volltext:

Sozialdemokratinnen gestalten" Kurswechsel in der Frauenpolitik

Der Internationale Frauentag ist für die Sozialdemokratinnen Arbeitsauftrag und Grund zur Freude: Denn mit der neuen Regierung und unserer Frauenministerin Doris Bures ist Frauenpolitik endlich wieder ins Zentrum gerückt. In den nächsten Jahren wird sich die Lebenssituation der Frauen deutlich verbessern. Schwerpunkte sind die Beschäftigungssituation von Frauen, das Schließen der Einkommensschere, Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und ganztägiger Schulformen sowie ein besserer Schutz vor Gewalt.

Frauen haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes und finanziell-unabhängiges Leben. Voraussetzung dafür sind mehr und vor allem auch bessere Jobs für Frauen: Das heißt auch mehr Vollzeitjobs, die ein Existenz sicherndes Einkommen garantieren. Dem AMS werden jährlich 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um gezielt Berufsabschlüsse und Qualifizierungen zu fördern. 100 Millionen sind für Frauen.

Frauen sollen in Zukunft in allen Bereichen stärker vertreten sein, dafür wird es Frauenförderpläne in Betrieben sowie Anreize für Unternehmen, die verstärkt auf die Bedürfnisse berufstätiger Eltern eingehen, geben. Frauenberatungsstellen werden flächendeckend ausgebaut.

Zentral wird in den nächsten Jahren das schrittweise Schließen der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen sein. Um die Einkommensschere zu verringern stehen in den kommenden Jahren folgende drei Maßnahmen im Zentrum:
* Mädchen werden bei der Berufswahl unterstützt, atypische Berufe zu wählen.
* Durch die Flexibilisierung des Kindergeldes wird ein starker Anreiz für einen frühen Wiedereinstieg geschaffen: Wer kürzer in Karenz bleibt, bekommt monatlich mehr Geld. Dazu kommt der Ausbau von frauenspezifischen Weiterbildungsangeboten und Wiedereinstiegshilfen während der Karenz.
* Ein Generalkollektivvertrag mit einem Mindestlohn von 1.000 Euro kommt in erster Linie Frauen zu gute, die in schlecht bezahlten Branchen beschäftigt sind.

Die Flexibilisierung des Kindergeldes ist ein erster wichtiger Durchbruch. Ab 1.1.2008 gibt es zwei Möglichkeiten des Bezugs:
Entweder wie bisher insgesamt 36 Monate (davon mindestens 6 Monate der Partner) à 436 Euro oder 18 Monate à 800 Euro. Die SPÖ will darüber hinaus durchsetzen, dass AlleinerzieherInnen 18 Monate lang 800 Euro beziehen können. Die Zuverdienstgrenze wird auf 16.200 Euro pro Jahr angehoben. Damit werden in Zukunft auch Männer stärker dazu ermutigt, in Karenz zu gehen.

Eine Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist der dringend notwendige Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und eine Anpassung der Öffnungszeiten an die Bedürfnisse berufstätiger Eltern, ein Ausbau der ganztägigen Schulformen mit einem Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Die SPÖ wird sicherstellen, dass alle, die einen Ganztagsschulplatz brauchen, auch einen bekommen.

Weniger Armut, mehr Rechte und Chancen für Frauen, leistbare Gesundheit, Pflege für alle - das sind die großen Herausforderungen der nächsten Jahre.

Wir haben die Chance, die Zukunft im Sinne der Frauen zu gestalten! (Schluss) up/mm

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