Kadenbach: Gender Medicine muss verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet werden

Medizinische und pharmazeutische Forschung orientieren sich nach wie vor vorwiegend an Männern

St. Pölten (SPI) - Ein wichtiger Fortschritt in der Medizin ist, dass den Ansätzen der "Gender Medicine" in den letzten Jahren verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet wird. "Ich möchte den morgigen Internationalen Frauentag auch zum Anlass nehmen, um auf die Wichtigkeit von Frauenthemen in der Medizin hinzuweisen. Denn nach wie vor orientieren sich die medizinische wie auch die pharmazeutische Forschung vorwiegend an Männern, obwohl bekannt ist, dass Krankheitssymptome und Medikamentenwirksamkeit bei Frauen und Männern unterschiedlich sind. Mir ist es wichtig, hier verstärkt Bewusstsein zu schaffen, um sowohl bei den ÄrztInnen wie auch bei den PatientInnen die Sinne für diese Problematik zu schärfen. Frauen müssen sich ganz einfach bewusst sein, dass beispielsweise die Symptome eines Herzinfarkts bei ihnen vollkommen anders sind als bei männlichen Patienten", so die NÖ Gesundheits- und Krankenanstaltenreferentin, LR Karin Kadenbach, zum morgigen Internationalen Frauentag.****

Ein wichtiger Schritt ist es, dass Gender Medicine im Regierungsübereinkommen als durchgehendes Prinzip auf allen Ebenen des Gesundheitswesens berücksichtigt wird. "Wir wissen seit schon seit langem, dass Medikamente bei Frauen auf Grund von Unterschieden im Stoffwechsel oder im Hormonhaushalt oft vollkommen anders wirken als bei Männern. Bei der Entwicklung von Medikamenten wird diesem Umstand allerdings noch viel zu wenig Rechnung getragen", erläutert LR Kadenbach. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es auch bei der Häufigkeit verschiedener Krankheitsbilder. Während beispielsweise Männer unter 50 Jahren dreimal so häufig einen Herzinfarkt erleiden wie gleichaltrige Frauen, erkranken Frauen zwei-bis dreimal so häufig an Depressionen. Die unterschiedlichen Anforderungen im medizinischen Bereich ergeben sich aber nicht nur durch körperliche Unterschiede, sondern auch durch die andersartigen Lebenssituationen von Männern und Frauen. "Daher gibt es nicht nur bei der Behandlung, sondern auch im Bereich der Prävention spezielle Anforderungen und Potenziale. Mir ist wichtig, vor allem bei den Frauen ein verstärktes Bewusstsein dafür zu schaffen", so LR Karin Kadenbach abschließend.
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