Rauch-Kallat zur Frauenpolitik: Vieles ist passiert, wir sind aber noch nicht am Ende des Weges

Spannende Diskussion zu "Frauenbilder - Männerbilder"

Wien, 7. März 2007 (ÖVP-PD) "In den vergangenen Jahrzehnten ist viel passiert, die Situation der Frauen ist in beinahe allen Bereichen besser geworden. Es ist aber wichtig festzuhalten, dass wir längst nicht am Ende des Weges sind. Frauen haben zwar de jure die gleichen Rechte, aber nicht die gleichen Chancen", stellte ÖVP-Frauenvorsitzende Maria Rauch-Kallat anlässlich einer Podiumsdiskussion gestern Abend zum Thema "Frauenbilder -Männerbilder" im Rahmen der Perspektivengruppe 2010 und des Internationalen Frauentages 2007 fest. ****

Staatssekretärin Christine Marek hob hervor: "Wenn man über Frauen diskutiert, ist das nicht immer gleich eine Diskussion über Familie. Die Frage ist, welche Rollenbilder einer Frau heute transportiert werden sollen und welche nicht mehr zeitgemäß sind." Alle Bereiche der Gesellschaft, vor allem auch die Arbeitsplätze, müssten bei der Überprüfung des Rollenbildes der Frau herangezogen werden, so Marek.

Erich Lehner, Psychotherapeut und Lehrbeauftragter der Uni Klagenfurt, stellte in der Diskussion fest, dass das "Bild der hegemonialen Männlichkeit auf der ganzen Welt" verbreitet ist. Damit, so Lehner, "geht eine fundamentale Unterordnung von Weiblichkeit und Frau einher". Es gelte nun, die traditionellen Rollenbilder der Frau aufzubrechen und die gesellschaftlichen Strukturen nachhaltig zu verändern. Das Ziel ist eine Familie mit Doppelversorger/innen und Doppelernährer/innen. Dies würde zum Vorteil von Frauen, Männern und Kindern sein, ist Lehner überzeugt.

Sonja Dörfler vom Österreichischen Institut für Familienforschung ging in ihrer Stellungnahme auf das
"Spannungsfeld in der Vereinbarkeit von Familien und Beruf", in dem sowohl Väter als auch Mütter leben, ein. "Frauen wollen gute Mütter sein, auf der anderen Seite aber trotzdem erwerbstätig. Männer wollen gute Väter sein, fühlen sich aber als Familienernährer zuständig." Interessant ist, dass in einer Umfrage 60 Prozent der Männer sagen, Männer sollen in Karenz gehen, tatsächlich aber nicht einmal vier Prozent der Väter Karenzzeiten in Anspruch nehmen.

Christian Friesl von der Industriellenvereinigung sprach sich ebenfalls für eine Revidierung der "Frauen- und Männerbilder von heute" aus. "Diese haben mit der Realität nichts mehr zu tun. Man muss das familiäre Potenzial bei Männern und das ökonomische Potenzial bei den Frauen heben", so Friesl, der mehr Partnerschaftlichkeit einforderte.

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