Windwurf und die Folgen

Eisl: Zerstörung in Wäldern ist nach dem Sturm noch nicht vorbei / Schadholz aufarbeiten, um Borkenkäferausbreitung zu verhindern

Salzburg (OTS) - Rund 250.000 Festmeter Schadholz sind die Folge
des Sturmtiefs Kyrill von Mitte Jänner. Betroffen sind vor allem der nördliche Pinzgau, der Flachgau und der Tennengau. In diesen Gegenden wurde kein Tal verschont, so dass überall - an den Bergkuppen wie im Tal - im Wirtschaftswald und im Schutzwald beschädigte Laub- und Nadelbäume vorzufinden sind. "Wie die Erfahrungen aus ähnlichen Ereignissen zeigen, ist mit dem Sturm die Zerstörung in den Wäldern aber noch nicht beendet: Einerseits werden Wälder zerfranst und Windschutzränder zerstört, so dass folgende, an sich harmlosere Stürme die stehen gebliebenen, aber stark vorgeschädigten Bäume ’fällen’. Andererseits finden Borkenkäfer geradezu paradiesische Zustände vor", so der Salzburger Agrarreferent Landesrat Sepp Eisl heute, Mittwoch, 7. März, der darauf verweist, dass die rasche Aufarbeitung des Schadholzes und der Abtransport aus den Wäldern unumgänglich dafür sind, um die Ausbreitung der Borkenkäfer zu verhindern.

"Borkenkäfer können sich oft unbemerkt, explosionsartig vermehren und in den Folgejahren ganze Wälder vernichten. Die kahlen Berghänge im Pinzgau zeugen von der Zerstörungskraft der Borkenkäfer", ergänzt Landesforstdirektor Hofrat Dipl.-Ing. Franz Zaunbauer. Stehen gebliebene Einzelbäume sind - vor allem wenn es sich um Fichten handelt - nicht zu retten. Sie dienen als Brutstätten der Käfer und sind daher besonders gefährlich. Generell sind liegen gebliebene Stammteile und großzügig abgeschnittene und liegen gelassenen Baumwipfel ideale Plätze für den Borkenkäfer. "Also weg damit", rät Zaunbauer.

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