Polizeigewerkschaft: PAD-System sofort stoppen

Neues Computersystem verhindert Sicherheitsaufgaben

Wien (PG/ÖGB) - "Das neue Computersystem PAD der österreichischen Polizei ist ein einziger Rohrkrepierer. Es hindert die PolizistInnen daran ihrer Aufgabe für die Sicherheit der Bevölkerung zu Sorgen nachzukommen", kritisiert der Vorsitzende des Fachausschusses der Personalvertretung der Wiener Polizei, Harald Segall. Früher hat eine Anzeige rund zehn Minuten gedauert, mit dem neuen System beträgt der Aufwand im Schnitt mehr als eine Stunde. Segall: "Das neue EDV-System ist eine Gefahr für die Sicherheit der Bevölkerung."++++

Anfang dieses Jahres wurde ein neues EDV-System bei der österreichischen Polizei in Betrieb genommen. Dieses System ist derart kompliziert, dass selbst für die wenigen geschulten BeamtInnen die Aufnahme einer Anzeige zum beinahe unüberwindlichen Problem wurde. Was noch vor wenigen Monaten in wenigen Minuten erledigt werden konnte dauert derzeit bis zu drei Stunden. Segall: "Die PolizistInnen sitzen seither fast nur mehr vor dem Computer statt sich vor Ort um die Sicherheit der Menschen zu kümmern. Dieses System muss sofort gestoppt und völlig neu konzipiert werden." Gleichzeitig fordert Segall, dass PolizistInnen von der Verwaltungsarbeit befreit werden sollten.(ff)

ÖGB, 4. März 2007 Nr. 156

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