VP-Feldmann: Marktkultur ist Stadtkultur

Wien (VP-Klub) - "Marktkultur ist Stadtkultur. Leider ist das der SP-Stadtregierung ganz offensichtlich nicht wichtig genug", erklärte die ÖVP Wien-Gemeinderätin Barbara Feldmann im Rahmen der Dringlichen Anfrage am Freitag im Wiener Gemeinderat zur Schließung der Landstraßer Markthalle.

Der Fall dieses anerkannten Marktes bei Wien Mitte fügt sich, so Feldmann, in ein Gesamtbild der bewussten Vernachlässigung durch die Rathausverantwortlichen. "Zwischen den 60er und frühen 80er Jahren wollte die Stadt Wien den Naschmarkt schleifen. Den Meiselmarkt hat sie mit ihren Umbauten in die Krise geführt. Am Brunnenmarkt müssen Standler zum Teil gegen ihren Willen unattraktive Standeln um teures Geld erwerben und im Fall des Florisdorfer Marktes wird seit Jahren dem Verfall zugesehen. Für so eine Marktpolitik sollten sich die politisch Verantwortlichen einfach schämen", so die VP-Gemeinderätin weiter.

Feldmann erinnerte an andere europäische Metropolen, wo der Pflege und dem Erhalt von Märkten viel mehr Bedeutung beigemessen werde. "Dort wird der Wert dieser Einrichtungen wirklich geschätzt. Dort weiß man um den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wert dieser Institutionen Bescheid. Nur Wien ist anders", kritisierte sie.

Und die VP-Gemeinderätin abschließend: "Die Pflege von Märkten ist eine Kernaufgabe einer Stadtverwaltung. Im Fall von Wien Mitte geht es nicht nur um die von Bürgermeister Häupl angeführten wirtschaftlichen Argumente. Es geht auch um die soziale, arbeitsmarktpolitische und kulturelle Verantwortung der SP-Stadtregierung. Es geht um über 300 Arbeitsplätze und es geht um die Existenzen der Marktstandler. Es gibt genug Argumente, die den Erhalt und die Sanierung dieses Marktes rechtfertigen!"

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