Sozialminister Buchinger: "Soziale Sicherheit schafft Wachstum und Beschäftigung"

Linz (OTS) - Sozialminister Erwin Buchinger wies am Ende des
ersten Tages der Klausurtagung der österreichischen Bundesregierung auf die Bedeutung der sozialen Sicherheit als Produktivkraft der österreichischen Wirtschaft hin. Diese würde Wachstum und Beschäftigung positiv beeinflussen. "Die neue Arbeitswelt setzt ein höheres Ausmaß an Veränderung und Risiken voraus, wodurch auch die Bedeutung entsprechender Sicherungssysteme zunimmt. Sind diese Maßnahmen nur im geringen Maß vorhanden, vergrößern sie die soziale Unsicherheit", so Buchinger.

Soziale Sicherheit hingegen würde Vertrauen schaffen und den Konsum fördern. Sie würde auch die längerfristige Bereitschaft von Menschen erhöhen, in ihre Qualifikation und in ihre Veränderungsbereitschaft auf dem Arbeitsmarkt zu investieren.

"Die österreichische Wirtschaft konnte in den letzten Jahren sehr stark auf ihr Exportwachstum bauen. Auch wenn dieses sehr hoch gewesen ist, hat es durch die oftmals ungewisse Arbeitsplatzsituation Verunsicherung im Bereich der Pensionssysteme gegeben", so der Sozialminister. Es sei nachgewiesen, dass alleine durch die Diskussion im Bereich der Altersversorgung die Sparneigung bei mittleren und niedrigeren Einkommensbeziehern gestiegen sei, wodurch das Konsumwachstum durch diese Effekte verringert wurde. "Es ist daher für die österreichische Bundesregierung eine besondere Herausforderung, die Inlandsnachfrage durch verstärkten Konsum und durch die Erhöhung der niedrigen und mittleren Einkommen zu stützen", so der Sozialminister.

Im Maßnahmenpaket der neuen Bundesregierung seien 400 Millionen Euro für Ausgleichszulagenbezieherinnen sowie für den Pflegebereich und für Behinderte vorgesehen. Diese Mittel würden vermehrt niedrigen Einkommensbezieherinnen zugute kommen und damit direkt den Konsum fördern, wodurch die inländische Wertschöpfung gesteigert würde. Daneben würde die Formalisierung der Beschäftigung im Pflegbereich, also die Legalisierung der 24-Stunden Betreuung, zu 5.000-10.000 mehr Beschäftigungsverhältnissen führen.

"Die überaus erfreuliche Entwicklung des österreichischen Arbeitsmarktes erreicht behinderte Menschen noch zu wenig. Wir haben hier die Verantwortung, gerade diese Menschen mehr an der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt teilhaben zu lassen sowie Chancen und Gerechtigkeit für sie auf dem Arbeitsmarkt weiter zu verstärken. Im Bereich meines Ressorts wird eine fast 10%ige Aufstockung für eine Beschäftigungsoffensive vorgesehen. Ich bin mir aber sicher, dass auch andere Ressorts dazu ihren Beitrag leisten werden", so Buchinger abschließend.

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