Landstraßer Markt - SP-Yilmaz: "Forderung der ÖVP ist ein Anschlag auf das Geldbörsel der Wienerinnen und Wiener"

Wien (SPW-K) - "Der Weiterbetrieb der Landstraßer Markthalle ist
im Sinne eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Steuergeldern leider nicht mehr vertretbar. Die ÖVP kann aber gerne einen Sponsor bringen, der die Kosten für die Sanierung und den laufenden Betrieb übernimmt - solange dieser Sponsor die Wienerinnen und Wiener sein sollen, wird die SPÖ den Wünschen der ÖVP nicht zustimmen!", erklärt SP-Gemeinderätin und Vorsitzende des Konsumentenschutz-Ausschusses Nurten Yilmaz in der Debatte zur Dringlichen Anfrage zum Landstraßer Markt.

Tatsache sei, die Erhaltung des Landstraßer Marktes kostet den WienerInnen derzeit 1,4 Millionen Euro pro Jahr. Die Kostendeckung der Halle beträgt nur knapp 28 Prozent. "Unter diesen Umständen und im Sinne eines sorgsamen Umgangs mit Steuergeldern ist die Stadt Wien verpflichtet, Lösungen zu finden, die den Steuerzahler nicht weiter belasten", sagt Yilmaz.

"Internationale Vergleiche zeigen deutlich, dass Markthallen nach einer rund 30jährigen Nutzungszeit einer intensiven baulichen sowie technischen Sanierung zu unterziehen sind", erklärt Nurten Yilmaz. Selbst ohne zusätzliche Investitionen in eine neue verkaufstechnische Gestaltung der Halle würden sich die Kosten für eine solche Sanierung auf rund 10 Millionen Euro belaufen. Manche Bestandteile - wie beispielsweise Kühlanlagen oder Aufzüge - müssten für die 28 Jahre alte Markthalle maßangefertigt werden. Die Gesamtkosten einer Neugestaltung des Landstraßer Marktes im Sinne eines modernen und konkurrenzfähigen Marktes wären mit mindesten 20 Millionen Euro zu veranschlagen.

"Die Nahversorgung der Anrainerinnen und Anrainer bleibt jedenfalls erhalten - das zeigt alleine der nur wenige hundert Meter entfernte Rochusmarkt und die Tatsache, dass es im neuen Gebäudekomplex weiterhin Einkaufsmöglichkeiten geben wird", erläutert die SP-Gemeinderätin. Von Seite der Stadt Wien gab es bereits erste Gespräche zwischen Stadträtin Sandra Frauenberger und der Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer Brigitte Jank hinsichtlich möglicher Ersatzobjekte für Marktstandler. Ablöseverhandlungen mit den Marktstandlern werden im Frühsommer beginnen.

Kritik übt Nurten Yilmaz an der ÖVP: "Marktwirtschaft ist für die angebliche Wirtschaftspartei ÖVP offenbar die dauerhafte Subvention jedes Milchpackerls auf Kosten der Steuerzahler, nur damit die Landstraßer Markthalle nicht geschlossen werden muss. Die SPÖ ist kein Partner für solch eine Steuergeldverschwendung!" (Schluss)

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