ÖSTERREICH: Richter-Kritik an Plänen der SPÖ-Justizministerin

Richterpräsidentin Helige: Ausländer früher entlassen, wäre "bedenklich"

Wien (OTS) - Das "Haftentlastungspaket" von SPÖ-Justizministerin Maria Berger stößt auf Widerstand: Die Präsidentin der Richtervereinigung, Barbara Helige, wehrt sich in der Tageszeitung ÖSTERREICH (Samstag-Ausgabe) gegen den Plan, Ausländer bedingt zu entlassen, wenn sie sich zur Rückkehr in ihre Heimat entschließen. "Dass jemand eine Haftverkürzung nur daraus bezieht, dass er Ausländer ist, halte ich für bedenklich", kritisiert Helige. Dies würde Inländer benachteiligen, meint die Richter-Präsidentin, und sei daher "nicht der richtige Weg".

Hingegen würde dieses Projekt die volle Zustimmung der Bevölkerung finden, wie eine exklusiv für ÖSTERREICH erstellte Gallup-Umfrage zeigt. 83 Prozent der Befragten sind darin für den Vorstoß der SPÖ-Justizministerin. Nur 11 Prozent lehnen ihn ab. Hingegen stört die Österreicher, dass kurze Haftstrafen auch mit "Hausarrest" bzw. elektronischen Fußfesseln abgebüßt werden sollen. Laut der Umfrage lehnt eine klare Mehrheit von 55 Prozent dieses Projekt ab. Nur 33 Prozent sind dafür.

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH
Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 2510, 2810 oder 2910
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0002