ÖSTERREICH: Tumpel für zeitliche Zuverdienstgrenze beim Kindergeld

Bis zu 24 Wochenstunden - "Müttergehalt ist der völlig falsche Ansatz"

Wien (OTS) - Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel verlangt eine Ergänzung zum angepeilten, neuen Karenz-Modell der Regierung. So soll der Elternteil in Karenz bis zu 24 Stunden pro Woche arbeiten und dazuverdienen können. Davon würden vor allem gut ausgebildete Frauen profitieren. Tumpel hofft auch, damit mehr Väter für die Karenz motivieren zu können. Die Forderung nach einem Müttergehalt sei der "völlig falsche Ansatz und geht an den wahren Bedürfnissen der Eltern vorbei", sagt Tumpel in einem Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Samstag-Ausgabe.

Tumpel plädiert einmal mehr für einen raschen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze und auch für bedarfsgerechte Öffnungszeiten der bestehenden Einrichtungen. Die Bischofsmeinung, dass Kinder, die außerhäuslich betreut werden, später vermehrt zu Verhaltensstörungen neigen würden, quittiert der AK-Präsident mit Kopfschütteln: "Ich kenne eine Reihe von Studien, die belegen, dass es für Kinder von Vorteil ist, wenn sie in qualitativ guten Betreuungseinrichtungen untergebracht sind und früh Kontakt mit Gleichaltrigen haben."

Man sollte Frauen durch so eine Diskussion kein schlechtes Gewissen machen. Dass nun erst wieder der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen erhoben werden soll, versteht Tumpel auch nicht: "Der Bedarf ist erhoben. Und solange man ohnehin keinen Platz bekommt, reagieren Eltern resigniert und artikulieren das in einer Befragung oft auch gar nicht."

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