Hlavac: Aktive Frauenpolitik schützt Mädchen vor Zwangsverheiratung

Wien (SK) - Die Integrationssprecherin der SPÖ, Elisabeth Hlavac, begrüßte die eben erschienene Studie zur Zwangsheirat von Frauen. Sehr erfreulich sei, dass sich die Stadt Wien dieser Sache sehr engagiert annimmt, es sei jedoch auch die Bundespolitik gefordert, hier entsprechende Maßnahmen zu setzen. Die wirksamste Politik gegen jede Form von Gewalt gegen Frauen sei eine engagierte Frauenpolitik. ****

Um die betroffenen Frauen und Mädchen vor Zwangsehen zu schützen, müsse im Sinne einer nachhaltigen Verbesserung auch Maßnahmen gesetzt werden, welche auf die soziale und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen abziele. "Die Zwangsverheiratung von Frauen ist ein wichtiges Thema und ist nicht nur auf eine Bevölkerungsgruppe beschränkt. Egal in welchem Milieu sich das abspielt, das kann nicht geduldet werden", so Hlavac. Die SPÖ-Integrationssprecherin fordert, dass die Thematik Zwangsheirat auch in den Schulen behandelt werden müsse. Die Lehrerschaft müssen aktiv werden können, wenn ein konkreter Verdacht bestehe. Dazu sei insbesondere der bundesweite Ausbau des Opferschutznetzes notwendig.

Hlavac kann sich auch vorstellen, das akzeptierte Heiratsalter für die Zuwanderung junger Ehepartnerinnen nach Österreich zu erhöhen. Als Vorbild nannte Elisabeth Hlavac in dem Zusammenhang die Niederlande. Das Mindestalter für die Zuwanderung von Ehegatten wurde dort auf 21 Jahre angehoben. (Schluss) gd

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