VP-Wolf: Netzkultur ja, Förderdickicht nein

Vergabe von öffentlichen Geldern muss transparent gestaltet sein

Wien (VP-Klub) - "Netzkultur als Kulturbereich, der sich in den letzten Jahren entwickelt hat und die verschiedensten Kunstrichtungen vereint, soll selbstverständlich gefördert werden und vor allem auch mehr Beachtung im Kulturleben von Wien finden", so der Kultursprecher der ÖVP Wien LAbg. Franz Ferdinand Wolf in seiner Rede im heutigen Gemeinderat.

Allerdings ist es der ÖVP Wien immer ein Anliegen, die transparente Vergabe öffentlicher Gelder zu fordern und auch zu überprüfen. Dies sei in den letzten Jahren im Bereich Netzkultur unmöglich gewesen. Bis 2006 ist ein Großteil der Förderungen für Netzkultur in das Projekt Public Netbase geflossen, schlussendlich mussten für die Beendigung und Entschuldung dieses Projektes auch noch 219.000 Euro vom Kulturamt zugeschossen werden. Der Verein t0, Empfänger dieser großzügigen Förderungen, hat hierauf Public Netbase liquidiert und ein internationales Projekt um 60.000 Euro fertig gestellt. t0 besteht weiter, hat aber keine weitere Subvention der Stadt Wien mehr bekommen, insbesondere nicht, wie fälschlicherweise behauptet, 72.000 Euro.

Förderungen werden durch Förderungsempfänger vergeben

Auf Wunsch der mit der bisherigen Förderungsvergabe unzufriedenen Netzkultur Community - und wohl auch, weil es dem Kulturstadtrat gar nicht so unrecht war, die Förderungsvergabe für diesen unbequemen Kulturbereich abgeben zu können - wurde 2006 ein von der Netz-Community netz.netz entwickeltes Fördermodell von der Stadt Wien unterstützt. Leider hat sich dieses Modell bislang bezüglich Transparenz und Nachvollziehbarkeit nicht bewährt und man wird sehen, ob die ständigen Nachjustierungen, erkennbar an der häufig wechselnden Website von netz.netz, in Zukunft einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Geldern gewährleisten.

Vergabe von öffentlichen Geldern muss transparent gestaltet sein

"Das derzeitige Vergabesystem durch die Community muss endlich durch das Kulturamt evaluiert und die tatsächliche Verwirklichung der geförderten Projekte überprüft werden. Außerdem stellt sich die Frage, ob mit einer Fördersumme von 500.000 Euro der Bereich Netzkultur wirklich sinnvoll gefördert werden kann - hier sollte man eine Subventionserhöhung andenken", so Wolf abschließend.

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