GPA-DJP Dwora Stein: Frauen in die Machtzentren der Unternehmen

Repräsentanz von Frauen in Unternehmensgremien stärken

Wien (GPA-DJP) - Dwora Stein, Bundesgeschäftsführerin der GPA-DJP und Vizepräsidentin der AK Wien, fordert heute, Freitag, im Rahmen einer AK-Veranstaltung eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Unternehmensgremien. Die Veranstaltung der AK unter dem Titel "Diversität: Mehr Frauen in Aufsichtsräte! Europäische Best Practice und österreichische Realität" beschäftigt sich mit unterschiedlichen europäischen Wegen zu einer besseren Repräsentanz von Frauen in Unternehmen. ++++

"Die Gleichstellung der Geschlechter wird es so lange nicht geben, solange Frauen nicht entsprechend ihrer Anzahl - und das ist die Hälfte der Menschheit - in den Machtzentren von Wirtschaft und Politik vertreten sind", kritisiert Stein die fehlende Repräsentanz von Frauen in Unternehmensorganen. "In der Politik gibt es in der Zwischenzeit immer mehr Frauen in Führungspositionen, doch in der Wirtschaft sind Frauen in Führungspositionen nach wie vor die große Ausnahme", führt Stein aus.

In Österreich liegt der Anteil der Frauen in Aufsichtsräten laut einer Studie der Arbeiterkammer bei 7,7 Prozent. Frauen an der Spitze österreichischer Kapitalgesellschaften sind noch seltener, unter den GeschäftsführerInnen bzw. Vorständen sind überhaupt nur 3,7 Prozent Frauen zu finden. Ausschließlich weibliche Führungsriegen gibt es hierzulande überhaupt nicht.

"Die Umsätze von großen Konzernen sind höher als die BIPs von ganzen Volkswirtschaften. In diesen Konzernen gibt es eine unglaubliche Konzentration von Macht und Einfluss. Dort müssen die Frauen hin - als Führungskräfte, als Aufsichtsratsmitglieder und als Betriebsrätinnen", fordert Stein.

Die Folgen der fehlenden Repräsentanz von Frauen liegen klar auf der Hand: "Wenn Geschäftsführung und Aufsichtsrat fast nur von Männern besetzt sind, heißt das, dass die Interessen der Frauen im Betrieb bei wichtigen strategischen Entscheidungen zu wenig berücksichtigt werden", erklärt Stein. "Die skandinavischen Länder sind hier unser Vorbild, dort ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten fast dreimal so hoch wie bei uns."

"Wir beschäftigen uns mit dem Thema ´Frauen in Aufsichtsräten´ am Vorabend des internationalen Frauentages. Der Internationale Frauentag ist Anlass, um stolz darauf zu verweisen, was erreicht worden ist - er muss aber auch Anlass dafür sein, deutlich zu machen, was wir noch alles erreichen wollen", so Stein abschließend.

ÖGB, 2. März 2007 Nr. 155

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