Uni-Zugang: DARMANN: "Hahn muß nun die Zeit bis Mai intensiv nutzen"

Wien (OTS) - BZÖ-Wissenschaftssprecher Abg. Mag. Gernot Darmann forderte heute ÖVP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn auf, nun die Zeit bis Mai intensiv zu nutzen und sich stärker als bisher für eine Lösung im Interesse der österreichischen Studenten einzusetzen. Der Wissenschaftsminister muß nun die verbleibende Zeit dafür nutzen, um das notwendige Zahlenmaterial Brüssel zu übermitteln, denn die Zeit drängt", so Darmann zur von Brüssel erhaltenen Fristverlängerung bis 29. Mai auf das Mahnschreiben zu antworten.

"Die Studenten aus Deutschland verursachen hohe Zusatzkosten für Österreich, daher müssen die Beamten des Wissenschaftsministeriums berechnen, wie viel jeder Student Österreich zusätzlich kostet. Außerdem sollte Österreich nun die Länderstatistik nach der vorläufigen elektronischen Voranmeldung für ein Studium an einer der drei heimischen Medizin-Universitäten - 37 Prozent Deutsche -vorlegen. Am höchsten sei der Anteil deutscher Studienwerber mit 57 Prozent in Innsbruck. Damit kann Österreich Brüssel beweisen, daß Medizinstudenten aus Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern unser System über Gebühr belasten. Da der Großteil der deutschen Studenten nach ihrem Studium in ihre Heimat zurückkehren, wird das österreichische Sozialsystem wohl von ihnen ausgenutzt, das erworbene Know how kommt dem österreichischen Steuerzahler nicht zugute. Hoffentlich kann Hahn Brüssel die österreichische Situation und unsere Bedenken glaubhaft vermitteln. Immerhin geht es um die Gewährleistung der Ärzteversorgung in Österreich", sagte Darmann.

Der BZÖ-Wissenschaftssprecher forderte in diesem Zusammenhang erneut die Einführung des BZÖ-Modells des Uni-Schecks. "Das Modell sieht vor, daß die Studiengebühren im ersten Semester auf 5000 Euro angehoben werden. Österreichische Studenten erhalten einen Uni-Scheck in der Höhe von 4.621,27 Euro, wodurch der Uni-Beitrag für sie weiterhin unverändert 378,73 Euro beträgt. Damit haben wir eine EU-konforme Lösung, die den Zustrom von deutschen Studenten bremst, den österreichischen Studenten den Studienplatz sichert und den Unis mehr Geld bringt", erklärte Darmann abschließend.

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