Bundeskanzler Gusenbauer: "Fachkräftebedarf aus inländischem Arbeitskräftepotential abdecken"

Linz (OTS) - Im Anschluss an die erste Arbeitssitzung der heute
und morgen in Linz stattfindenden Klausurtagung der österreichischen Bundesregierung informierte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer über eine Einigung in der Facharbeiterfrage. Zentrales Thema ist heute Beschäftigung und Wirtschaftswachstum, morgen wird die Verwaltungsreform im Mittelpunkt der Gespräche stehen.

Die Bundesregierung habe sich auf einen Maßnahmenplan zur Sicherstellung eines ausreichenden Fachkräftepotenzials geeinigt. So soll der Output qualifizierter Fachkräfte aus den AMS-Kursen deutlich erhöht werden, sodass der Fachkräftebedarf aus dem inländischen Arbeitskräftepotential abgedeckt werden kann. Eine jährliche Erhebung des AMS solle über die Vorgangsweise im Folgejahr entscheiden.

"Durch diese jährliche Umfrage soll der Bedarf an Fachkräften erhoben werden, um dem AMS die Grundlage für die kurzfristige Facharbeiterausbildung zu geben. Diese Maßnahme soll durch eine Mobilitätsprämie unterstützt werden. Sollte es trotz dieser Maßnahmen einen verstärkten Bedarf der Wirtschaft geben, so wird es auf dem Verordnungsweg einmal jährlich die Möglichkeit geben, diesen durch Menschen aus dem Ausland abzudecken. Diese sektorale Öffnung des Arbeitsmarktes wird jedoch nur ein Spitzenausgleich sein, die Beschäftigungsbewilligung wird auf 50 Wochen beschränkt sein. Es ist unser Ziel, die Menschen in Österreich bestmöglich zu fördern. Wir wollen ihnen dazu mehr Möglichkeiten in die Hand geben, erwarten aber von ihnen auch, mehr Verantwortung zu übernehmen", so Gusenbauer.

Diese Vorgehensweise der Bundesregierung würde auch zu einer Senkung der Arbeitslosenzahlen führen. Die Potentiale in Österreich würden dadurch besser ausgeschöpft und Maßnahmen für eine zielgerichtete Ausbildung gesetzt werden. Durch das Frühwarnsystem würde die Wirtschaft gleichzeitig ihre höchstmögliche Produktionsfähigkeit bewahren. Das Anwerben ausländischer Arbeitskräfte würde nur erfolgen, wenn zuvor alle innerstaatlichen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.

Bundeskanzler Gusenbauer zeigte sich auch über die Einigung auf das Doppelbudget 2007/08 sehr erfreut. Diese wäre in absolutem Rekordtempo erfolgt. Durch die gute Konjunktursituation wäre es möglich, das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigungsimpulse zu stärken. Das Defizit würde überdies unter den Vorhaben des Regierungsprogramms liegen.

"Die österreichische Bundesregierung hat mit diesem umfangreichen Wirtschaftspaket gezeigt, dass wir gemeinsam für Österreich arbeiten und gut unterwegs sind. Wir haben uns vorgenommen, die derzeitigen positiven Tendenzen wie sinkende Arbeitslosigkeit und einen brummenden Konjunkturmotor zu verstärken und für unser Land zu nutzen", so der Bundeskanzler abschließend.

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Stefan Pöttler
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