VP-Tschirf: Klares "Nein" zu Rothneusiedl in geplanter Form

Wie Rot neu siedelt!

Wien (VP-Klub) - Ein klares "Nein zur planerischen Fehlentwicklung in Rothneusiedl, die die Wirtschaft und die Nahversorgung in Wien gefährdet", kam von LAbg. Matthias Tschirf, Klubobmann der ÖVP Wien, in der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderats. "Rothneusiedl ist eine Husch-Pfusch Aktion mit vielen offenen Fragen. Einem Stadion auf der grünen Wiese, vor allem aber einem Riesen-Einkaufszentrum auf Kosten der Nahversorgung in Wien und dem damit zu erwartenden Verkehrschaos, werden wir nicht zustimmen."

Für Tschirf hat sich die Stadt Wien zum Bittsteller des Investors Stronach degradieren lassen: "Der Alleingang von Bürgermeister Häupl entspricht weder den Vorstellungen der ÖVP über Demokratie noch der Stadtverfassung. Auch die FPÖ als Steigbügelhalter wird dieses kommende Desaster mittragen müssen."

Scharf kritisiert wird vom VP-Klubobmann, dass die Stadt Wien ein derart wichtiges Stadtentwicklungsprojekt ohne Ausschreibung einem einzigen Investor zu einem lächerlich niedrigen Preis in den Rachen zu wirft: "Die Stadt Wien hat sich von Stronach über den Tisch ziehen lassen. Zu derart niedrigen Grundstückspreisen ein derart wertvolles Gebiet zu verscherbeln, das zudem ausschließlich nach den Vorstellungen Stronachs bebaut werden soll, ist unverantwortlich. Wenn es um Großinvestoren geht, scheint Geld für die Stadt Wien keine Rolle zu spielen. Geht es aber um Klein- und Mittelunternehmen, wird rigoros der Rotstift angesetzt." Als aktuelles Beispiel dafür nannte Klubobmann Tschirf die von der Stadt Wien angestrebte Schließung des Landstraßer Marktes, wo nicht nur zahlreiche Kleinunternehmer von der Stadt einfach auf die Straße gesetzt würden und zudem zahlreiche Arbeitsplätze verloren gingen.

"Wiewohl sich die ÖVP Wien für eine Nutzung des Areals Rothneusiedel ausspricht, den Plänen in der vorliegenden Form, die die Zerstörung der Wirtschaft, Nahversorgung und somit der Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener zur Folge hätten, werden wir sicher nicht zustimmen", so Tschirf, der abschließend einen 33 Punkte umfassenden Fragenkatalog an Bürgermeister Häupl richtete, dessen Beantwortung darüber Information bringen könnte, "wie Rot neu siedelt".

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