OECD bestätigt: Arbeitnehmer/-innen zahlen zu viel Steuer

Linz (OTS) - Die jüngsten Zahlen der OECD bestätigen, dass die Arbeitnehmer/-innen in Österreich steuerlich immer stärker belastet werden.
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert nun die Reduzierung der Lohnsteuer.

Laut Daten der OECD war die Belastung der Arbeitnehmer/-innen in Österreich im Jahr 2006 deutlich höher als im Jahr 2000.

Zwei Beispiele:

Bei einem Arbeitnehmer/einer Arbeitnehmerin mit einem Einkommen von 36.000 Euro pro Jahr ist die Belastung von 31 auf 33 Prozent gestiegen.

Arbeitnehmerin, Alleinerzieherin mit zwei Kindern, mit einem Einkommen von zwei Dritteln des Durchschnittseinkommens - für sie haben sich die Abgaben ( Sozialversicherungsbeitrag und Lohnsteuer abzüglich Familienbeihilfe) auf 5,4 Prozent des Bruttobezugs verdreifacht!

"Das zeigt einmal mehr, dass die angeblich größte Steuerreform 2005 für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nichts gebracht hat", hält AK-Präsident Kalliauer fest.

Angesichts der explodierenden Unternehmensgewinne ist es absurd, dass die ohnehin begünstigte Wirtschaft weitere Steuersenkungen für sich fordert, lehnt Kalliauer weitere Geschenke an die Unternehmen ab.

Die Gewinnbesteuerung in Österreich ist sehr günstig und bei der Vermögensbesteuerung ist Österreich überhaupt internationales Schlusslicht unter den entwickelten Ländern. Für notwendige Ausgaben für Bildung und Soziales ist aber kein Geld da!

Zwecks mehr Gerechtigkeit bei den Steuern und zur Stärkung der Kaufkraft für einen stabilen Wirtschaftsaufschwung ist dringlich die Steuerlast der Arbeitnehmer/-innen zu senken, fordert Kalliauer mit Nachdruck.

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