Studie Zwangsheirat - SP-Yilmaz: "Konkrete Ergebnisse, konkrete Maßnahmen!"

Wien (SPW-K) - "Offensichtlich hat die VP-Integrationssprecherin
die Studie zur Zwangsheirat nicht genau genug gelesen, denn diese Studie - die in insgesamt acht Monaten erstellt wurde - beinhaltet sehr konkrete Ergebnisse", sagte heute die Integrationssprecherin der SPÖ-Wien, Nurten Yilmaz, zu Aussagen von VP-Ekici. "Wesentlichste Ergebnisse der Studie sind: Zwangsheirat ist eine Form von häuslicher Gewalt! Es gibt keine Beschränkung auf bestimmte Länder oder Religionsgemeinschaften. Zwangsheirat wird mit der Diskussion um Zuwanderung und Integration vermischt, soziale Probleme, wie etwa die schlechten wirtschaftlichen Lebensumstände der Familien, der niedrige Bildungsstand, werden als wesentliche Ursache dabei ausgeblendet!"

Auf diesen Ergebnissen könne man konkret aufbauen: "Es hat sich gezeigt, dass Wien bereits genau die richtigen Maßnehmen setzt: Mit Deutschkurzen für Eltern kombiniert mit Orientierungshilfen unter Berücksichtigung des kulturellen Backgrounds, mit Berufsberatungen für Junge oder mit MediatorInnen mit interkulturellen Kompetenzen, die in der Gebietsbetreuung neu zum Einsatz kommen", so Yilmaz. "Vieles von dem, was die VP-Integrationssprecherin fordert, gibt es also bereits."

Wien sei gut gerüstet - "Knackpunkt ist die Verbesserung der sozialen Situation der Frauen als Basis für selbstbestimmtes Leben", unterstrich Yilmaz. "Wien verfügt über eines der dichtesten Opferschutz-Netze. Das reicht von den Frauenhäusern bis hin zum 24 Stunden Frauennotruf und zum Mädchentelefon. Für minderjährige Mädchen bietet das Krisenzentrum in Nußdorf sowie die Notschlafstellen erste Hilfestellungen und Unterbringung. In Bezug auf die spezielle Problematik "Zwangsheirat" werden wir insbesondere ExpertInnen, wie Lehrerlnnen, RichterInnen aber auch z.B. die BeraterInnen in der Jugendarbeit und in MigratInnenvereinen durch spezielle Schulungen informieren. Überall dort, wohin sich von Zwangsheirat betroffene Mädchen und junge Frauen um Hilfe hinwenden, soll ein vernetztes Informations- und Kommunikationssystem eine optimale Betreuung und Begleitung sicherstellen. Dafür werden wir auch eine eigene task force in der Stadt Wien einrichten." (Schluss)

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