Trotz Wäremrekord im heurigen Winter: Zwischenbilanz fällt besser als befürchtet aus

Spartenobmann Mayr: "Leichtes Minus auf hohem Niveau - aber abgerechnet wird am Schluss"

Sakzburg (OTS) - Salzburgs Hoteliers und Gastronomen lassen sich auch von einem witterungsmäßig schwierigen Winter nicht in ihrem Optimismus verunsichern. Dafür sorgt schon eine sehr hohe Zufriedenheit der Gäste, die von den guten Pistenverhältnissen begeistert waren, und alles in allem eine relative Zufriedenheit mit den Nächtigungen und Buchungen.
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in den namhaftesten Wintertourismusgebieten Salzburgs bei Verbänden und Betrieben, das vom Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, KommR Helmut Mayr, präsentiert wurde. "Natürlich war dies nicht die beste aller Wintersaisonen, allerdings ist jedoch auch kein Anlass, die Flinte ins Korn zu werfen. Noch immer kann man in Salzburgs Skigebieten bestens Wintersport betreiben, manche Orte melden bis zu 30 cm Neuschnee. Für ein Skivergnügen bis Ostern ist in schneesicheren Gebieten durchaus gesorgt." In Summe wird daher nur mit einem leichten Minus von 2 - 3% gerechnet. "Aber abgerechnet wird am Schluss!", hofft Spartenobmann Mayr noch auf Nächtigungen und Umsätze.
Dabei zieht sich ein relativ einheitliches Muster in der Nächtigungsbilanz der nun bald beendeten Wintersaison durch: Einem Minus im Dezember (der Ausfall der Ski-Openings) und Einbußen im Jänner stehen leichte bis stärkere Zuwächse im sehr gut gebuchten Februar gegenüber. Für den März ist die Buchungslage unterschiedlich. In Saalbach-Hinterglemm fällt die Buchungslage für den März noch gut aus, ebenso für die Region Saalfelden-Leogang und für Obertauern, das sich aufgrund seiner Schneesicherheit den ganzen Winter hindurch mit Zuwächsen bei den Nächtigungen und damit über eines der besten Ergebnisse freuen konnte.
Übereinstimmend wurde angegeben, dass die Gäste ihren Winterurlaub in Salzburgs Skigebieten mit hoher Zufriedenheit quittierten und sich über die guten Pistenverhältnisse vielfach positiv überrascht zeigten. Zusätzlich half auch das im Saisonschnitt ausgezeichnete Wetter für ein zufriedenes "Urlaubs-Feeling", das sich auch in gehörigen Umsätzen ausdrückt.
Der nächste Investitionsboom im Tourismus steht bevor:
73% planen heuer Investitionen
Was die Erwartung für die gesamte Wintersaison betrifft, ist die Einschätzung naturgemäß gedämpft, wenngleich nicht pessimistisch, wie die Befragung der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft zeigt. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Wintersaison 2005/06 in Salzburg die beste Wintersaison aller Zeiten war, die heurigen Ergebnisse müssen deshalb entsprechend relativiert werden.
Für 43% der befragten Betriebe ist die bisherige Saison gleich oder ähnlich wie im (sehr guten) Vorjahr verlaufen. 50% mussten Rückgänge hinnehmen. Die Zahl der Stornos aufgrund der schlechten Schneelage zu Beginn der Saison war jedoch äußerst gering. Aufgrund der heurigen Schneelage fehlen jedoch noch die Buchungen für den Rest der Saison, was von 66% der Befragten angegeben wurde. Die Preise wurden von 60% der Betriebe konstant gehalten, 40% erhöhten die Preise.
Sehr erfreulich ist das zukünftige Investitionsklima: Immerhin 73% haben für die kommende Saison Investitionen geplant, die sich auf bauliche Erweiterungen und Verbesserungen in der Ausstattung gleich verteilen. 9% planen Investitionen bis 20.000 Euro, 54% bis 100.000 Euro und 37% über 100.000 Euro. Für Werbung haben 46% die Mittel erhöht, 46% gleich belassen und nur 8% verringert. Der Mitarbeiterstand wurde zu 34% aufgestockt, zu 66% konnte er gehalten werden.
Für den Erfolg der Tourismusbetriebe sind vor allem die MitarbeiterInnen ausschlaggebend: 7% der Befragten sagen, dass sich die Situation bei der Akquisition verbessert hat, für 61% ist die Arbeitsmarktlage gleich geblieben, für 26% schwieriger geworden.

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