AKS NÖ für rasche Einführung der Gesamtschule

Landesvorsitzender Boris Ginner: "Österreichisches Bildungssystem schließt aus, statt zu fördern"

St. Pölten (OTS) - Die tumultartigen Szenen rundum die Anmeldeverfahren zu den Gymnasien sprechen einmal mehr für ein Überdenken des derzeitigen Bildungssystems, so AKS-Landesvorsitzender Boris Ginner. "Der Leistungsdruck auf die SchülerInnen steigt enorm, wenn selbst ein Zweier Grund für die Nicht-Aufnahme in ein Gymnasium sein kann. Kindern im Alter von 10 Jahren ist so eine unfaire Selektion nicht zuzumuten." Das Bildungssystem in Österreich setze auf Angst und Auseinanderdividieren und zerstöre somit im Endeffekt auch Leistung. Aufgabe des Bildungssystems ist nach AKS-Auffassung, den Kindern möglichst viele Bildungschancen zu öffnen, sie zu motivieren, sowie Zusammenhalt und Solidarität zu fördern.

Österreich schieße sich ein Eigentor, wenn sie die Kinder von heute nicht die Bildungschancen gebe, die diese in Anspruch nehmen wollen. Denn je gebildeter die Menschen sind, desto besser ist das auch für die Wirtschaft.

Abschließend zweifelt Ginner auch an der Aussagekraft von Noten: "Was bei der Lehrkraft X ein 1er ist, kann bei der Lehrkraft Y ein 3er sein." Die Notenvergabe erfolge außerdem auch völlig intransparent und werde nicht auf gerechtes Zustandekommen kontrolliert. "Unter der verbalen Beschreibung der eigenen Stärken und Schwächen können sich die SchülerInnen tausendmal mehr vorstellen als unter einer Ziffer zwischen 1 und 5, die noch dazu von Lehrkraft zu Lehrkraft stark variiert."

Rückfragen & Kontakt:

AKS Niederösterreich
Kastelicg. 2
3100 St. Pölten
office@aksnoe.at
02742/2255-230

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0002