VP-Ekici: Schwere Geburt bei Studie über Zwangsheirat

Wien (VP-Klub) - "Wir freuen uns, dass nun endlich die lang angekündigte und langersehnte Studie zum Thema Zwangsheirat vorliegt. Nur scheint es nach wie vor an konkreten Ergebnissen zu mangeln", kritisiert die Integrationssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Sirvan Ekici. Warum sonst sollte die Einrichtung einer Task Force, die an sich ja zu begrüßen sei, nach einer Dauer von 1,5 Jahren, die die Erstellung der Studie nun schon in Anspruch genommen habe, notwenig sein. Es stelle sich dabei natürlich die Frage, wie lange diese wird arbeiten müssen, bis dann - endlich - konkrete Ergebnisse vorliegen und somit auch konkrete Maßnahmen gesetzt werden können. "Es droht damit die Gefahr, dass das Thema zu einer ’Never-Ending-Story’ wird", so Ekici.

In Wien fehle es an konkreten Maßnahmen, die auch dringend umgesetzt werden müssen. "Auch ohne Task Force kann ich Ihnen, Frau Stadträtin, eine ganze Liste an notwenigen Maßnahmen aufzählen, wie etwa gezielte kultursensible Elternarbeit in Kooperation mit den jeweiligen Kulturvereinen und den Religionsgemeinschaften; Einrichtung und Ausbau von kultursensiblen Einrichtungen für Kinder mit Migrationshintergrund, die von Zwangsheirat betroffen sind oder den Einsatz von Mediatoren mit interkultureller Kompetenz. Diese Liste ließe sich wohl noch beliebig verlängern", betont die VP-Integrationssprecherin.

In diesem Zusammenhang hebt sie die Leistungen der ehemaligen Bundesministerin Rauch-Kallat, die bereits vorbildliche Arbeit in diesem Bereich geleistet hat, hervor. Dabei seien vor allem die Einrichtung einer Meldedatenbank für von Zwangheirat Betroffene, das Umwandeln der Zwangsheirat in ein Offizialsdelikt und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit genannt. "Das es auch anders - und vor allem schneller - geht, zeigt die Einrichtung des Lehrganges für interkulturelles Konfliktmanagement, wo der erste Kurs nach nicht einmal einem Jahr Vorbereitung nun Ende März startet", betont Ekici abschließend.

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