- 02.03.2007, 11:36:12
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VP-Ekici: Schwere Geburt bei Studie über Zwangsheirat
Wien (VP-Klub) - "Wir freuen uns, dass nun endlich die lang
angekündigte und langersehnte Studie zum Thema Zwangsheirat vorliegt.
Nur scheint es nach wie vor an konkreten Ergebnissen zu mangeln",
kritisiert die Integrationssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Sirvan
Ekici. Warum sonst sollte die Einrichtung einer Task Force, die an
sich ja zu begrüßen sei, nach einer Dauer von 1,5 Jahren, die die
Erstellung der Studie nun schon in Anspruch genommen habe, notwenig
sein. Es stelle sich dabei natürlich die Frage, wie lange diese wird
arbeiten müssen, bis dann - endlich - konkrete Ergebnisse vorliegen
und somit auch konkrete Maßnahmen gesetzt werden können. "Es droht
damit die Gefahr, dass das Thema zu einer ’Never-Ending-Story’ wird",
so Ekici.
In Wien fehle es an konkreten Maßnahmen, die auch dringend umgesetzt
werden müssen. "Auch ohne Task Force kann ich Ihnen, Frau Stadträtin,
eine ganze Liste an notwenigen Maßnahmen aufzählen, wie etwa gezielte
kultursensible Elternarbeit in Kooperation mit den jeweiligen
Kulturvereinen und den Religionsgemeinschaften; Einrichtung und
Ausbau von kultursensiblen Einrichtungen für Kinder mit
Migrationshintergrund, die von Zwangsheirat betroffen sind oder den
Einsatz von Mediatoren mit interkultureller Kompetenz. Diese Liste
ließe sich wohl noch beliebig verlängern", betont die
VP-Integrationssprecherin.
In diesem Zusammenhang hebt sie die Leistungen der ehemaligen
Bundesministerin Rauch-Kallat, die bereits vorbildliche Arbeit in
diesem Bereich geleistet hat, hervor. Dabei seien vor allem die
Einrichtung einer Meldedatenbank für von Zwangheirat Betroffene, das
Umwandeln der Zwangsheirat in ein Offizialsdelikt und die Förderung
der internationalen Zusammenarbeit genannt. "Das es auch anders - und
vor allem schneller - geht, zeigt die Einrichtung des Lehrganges für
interkulturelles Konfliktmanagement, wo der erste Kurs nach nicht
einmal einem Jahr Vorbereitung nun Ende März startet", betont Ekici
abschließend.
Rückfragehinweis:
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Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
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