WESTENTHALER: Bundesliga-Lizenzierungsverfahren radikal ändern!

Derzeitiges System der Selbstprüfung völlig unzureichend und zahnlos

Wien (OTS) - BZÖ-Sportsprecher und früherer Bundesliga-Vorstand Peter Westenthaler forderte heute eine radikale Änderung des Fußball-Bundesliga-Lizenzierungsverfahrens.

Das derzeitige System der jährlichen Prüfung der einzelnen Bundesliga-Klubs durch die Bundesliga selbst ist völlig unzureichend, zahnlos, unprofessionell und lässt zu, dass Misswirtschaft und wirtschaftliches Unvermögen ungeahndet bleiben. Die Konsequenz sind immer wieder Fußball-Klubs, die sich finanziell übernehmen, dann in den Konkurs schlittern und die Bundesliga erteilt trotzdem die Lizenz zum "Weiterwurschteln". Dies sei gegenüber wirtschaftlich ordentlich geführten Klubs eine krasse Wettbewerbsbenachteiligung, so Westenthaler, der selbst Vorstand der Bundesliga 2003/04 war.

Vor der kommenden EM 2008 in Österreich müsse nun rasch gehandelt werden, da ansonsten das größte und hierzulande bedeutendste Sportereignis der Geschichte von einer heimischen Klubpleite nach der andern überschattet wird. Immerhin fließen öffentliche Gelder via Sportförderung auch in den Profifußballsport und daher gibt es eine Verpflichtung der Bundesregierung, nicht länger zuzuschauen. Die Lizenzierung und damit wirtschaftliche Prüfung der Fußballklubs in den obersten zwei Spielklassen sollte aus der Bundesliga ausgegliedert und von unabhängigen Prüfern oder einer eigenen Institution durchgeführt werden und nicht von Senaten der Liga selbst. "Die Prüfen sich ja immer selbst und daher tut sich niemand selbst weh", kritisierte Westenthaler. Auch die Tatsache, dass im Aufsichtsrat der Bundesliga wiederum Vertreter der zu prüfenden Klubs sitzen und entscheiden, sei besonders grotesk. Solange es zu keiner deutlichen Änderung bei der Lizenzierung kommt, sollte man die weitere Auszahlung öffentlicher Gelder für die Bundesliga überdenken.

"Solange es keine professionelle, objektive jährliche Prüfung der Klubs gibt, wird der österreichische Klubfußball weiterhin von Pleiten begleitet werden, die das Image in den Keller fahren", so Westenthaler abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZO0004