• 02.03.2007, 11:14:34
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WESTENTHALER: Bundesliga-Lizenzierungsverfahren radikal ändern!

Derzeitiges System der Selbstprüfung völlig unzureichend und zahnlos

Wien (OTS) - BZÖ-Sportsprecher und früherer Bundesliga-Vorstand
Peter Westenthaler forderte heute eine radikale Änderung des
Fußball-Bundesliga-Lizenzierungsverfahrens.

Das derzeitige System der jährlichen Prüfung der einzelnen
Bundesliga-Klubs durch die Bundesliga selbst ist völlig unzureichend,
zahnlos, unprofessionell und lässt zu, dass Misswirtschaft und
wirtschaftliches Unvermögen ungeahndet bleiben. Die Konsequenz sind
immer wieder Fußball-Klubs, die sich finanziell übernehmen, dann in
den Konkurs schlittern und die Bundesliga erteilt trotzdem die Lizenz
zum "Weiterwurschteln". Dies sei gegenüber wirtschaftlich ordentlich
geführten Klubs eine krasse Wettbewerbsbenachteiligung, so
Westenthaler, der selbst Vorstand der Bundesliga 2003/04 war.

Vor der kommenden EM 2008 in Österreich müsse nun rasch gehandelt
werden, da ansonsten das größte und hierzulande bedeutendste
Sportereignis der Geschichte von einer heimischen Klubpleite nach der
andern überschattet wird. Immerhin fließen öffentliche Gelder via
Sportförderung auch in den Profifußballsport und daher gibt es eine
Verpflichtung der Bundesregierung, nicht länger zuzuschauen. Die
Lizenzierung und damit wirtschaftliche Prüfung der Fußballklubs in
den obersten zwei Spielklassen sollte aus der Bundesliga
ausgegliedert und von unabhängigen Prüfern oder einer eigenen
Institution durchgeführt werden und nicht von Senaten der Liga
selbst. "Die Prüfen sich ja immer selbst und daher tut sich niemand
selbst weh", kritisierte Westenthaler. Auch die Tatsache, dass im
Aufsichtsrat der Bundesliga wiederum Vertreter der zu prüfenden Klubs
sitzen und entscheiden, sei besonders grotesk. Solange es zu keiner
deutlichen Änderung bei der Lizenzierung kommt, sollte man die
weitere Auszahlung öffentlicher Gelder für die Bundesliga überdenken.

"Solange es keine professionelle, objektive jährliche Prüfung der
Klubs gibt, wird der österreichische Klubfußball weiterhin von
Pleiten begleitet werden, die das Image in den Keller fahren", so
Westenthaler abschließend.

Rückfragehinweis:
Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)

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