Volkshilfe Delegation bei SOS Sozialkonferenz in Berlin

Die zweite "Save our social Europe" Konferenz geht erfolgreich in den zweiten Tag

Wien (OTS) - Anfang Februar 2006 organisierte die Volkshilfe in
Wien gemeinsam mit ihrem internationalen Netzwerk solidar die erste von NGOs veranstaltete Sozialkonferenz mit rund 600 TeilnehmerInnen. Die Konferenz war der Startschuss für die Kampagne "Save our social Europe". Heute wird die zweite Konferenz in Berlin erfolgreich abgeschlossen, diesmal organisiert von der Arbeiterwohlfahrt Deutschland (AWO) und Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland. 32 Millionen Menschen sind in Europe ohne Arbeit, 72 Millionen Menschen müssen in Armut leben, 70 Millionen Pflegebedürftige gibt es, diese Zahlen sind alarmierend. Daher gibt es viel zu tun auf dem Weg zu einem sozialen Europa.

Volkshilfe übergibt Rettungsring

Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer, Volkshilfe-Präsident und solidar Vizepräsident, übergab zu Beginn den Rettungsring, das Symbol der "Save our social Europe" Kampagne an den Vorsitzenden der AWO Wilhelm Schmidt. Weidenholzer betonte die "enorme Bedeutung der sozialen Dimension in der Europäischen Union. Unser Europa muss ein soziales Europa sein, sonst hat es keine Existenzberechtigung. Die europäische Politik muss die Herzen der Menschen erreichen, sonst gerät das große Friedenswerk in ernsthafte Gefahr. Europa muss das Recht der Bevölkerung auf ein soziales und menschliches Zusammenleben anerkennen und in soziale Politik umwandeln. Dieses Signal geht von dieser Konferenz aus."

Prominente VertreterInnen der deutschen Politik, unter ihnen die Bundesministerin für wirschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Michael Sommer treffen auf VertreterInnen großer europäischer NGOs und VetreterInnen der Europäischen Union.

"Die gemeinnützigen sozialen Dienstleistungsorganisationen in ganz Europa müssen feststellen, dass Sozialleistungen zurückgefahren werden, sich Rahmenbedingungen drastisch verschlechtern. Europa hat es geschafft, eine Wirtschaftsunion und eine politische Union zu bilden, wir brauchen aber eine europäische Union der sozialen Verantwortung.", hielt Erich Fenninger, Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich, im Rahmen der Konferenz erneut fest. "Dass Armut in Europa steigt, ist kein Naturgesetz, denn Armut wird gemacht, durch falsche Politik." so Fenninger.

An der Konferenz nahmen auch die Präsidenten und Vorsitzenden von Volkshilfe Landesorganisationen teil, Präsident Ewald Sacher (NÖ), Vorsitzende Barbara Gross (Stmk.), Vorsitzende Verena Dunst (Bgld.) und Vorsitzender Dieter Antoni (Ktn.) zeigten sich sehr angetan von den spannenden Vorträgen und Panels und nutzten die Zeit für Kontakte im solidar-Netzwerk.

Am zweiten Konferenztag wird von allen beteiligten Organisationen ein Forderungskatalog für ein soziales Europa an die europäische Politik verabschiedet. Diese Forderungen können im Internet von den BürgerInnen Europas mit ihrer Stimme unterstützt werden (www.soseurope.org). Die Mitgliedsorganisationen von solidar, aus sechzehn europäischen Ländern, tragen diese Kampagne ebenso mit wie die Europäische Seniorenorganisation mit ihren achtzehn Seniorenverbänden in Europa. So kann die Kampagne zu einer ersten "europäischen Volksabstimmung" werden, da dieses demokratische Mittel durch das Scheitern einer europäischen Verfassung den BürgerInnen nicht zur Verfügung steht.

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Erwin Berger
Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
Tel.: 0676 83 402 215
berger@volkshilfe.at
www.soseurope.org
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