Vranitzky: "Antifaschistische Grundeinstellung der SPÖ mit zukunftsgerichteter Politik flankieren"

"Ablehnung des Totalitarismus als Lebensprinzip"

Wien (SK) - Für die SPÖ sei es "Gebot der Stunde ihre antifaschistische Grundeinstellung mit einer substanziellen, in die Zukunft gerichteten, positiven Politik zu flankieren, die Werte wie 'sozial' und 'demokratisch' in den Vordergrund stellt". Gerade im "Aufbauen positiver Alternativbilder" liege die Antwort der SPÖ auf Parteien und Strömungen, die "keine Distanz zu ewiggestrigen Themen und Personen haben", betonte Bundeskanzler a.D. Franz Vranitzky Donnerstagabend in einer gemeinsamen Podiumsdiskussion mit Professor Wolfgang Neugebauer zum Thema "Politiker im rechtsradikalen Umfeld -Jugendsünden oder Spitze eines Eisbergs?". Für ihn sei klar, dass die "Ablehnung jeglichen Totalitarismus' stetes Lebensprinzip in der Sozialdemokratie sein muss", so Vranitzky. ****

Die Ablehnung von Totalitarismus und Rassismus müsse Lebensprinzip für jeden einzelnen Sozialdemokraten, aber auch zentraler Teil der Parteiprogrammatik sein, führte Vranitzky aus und betonte, dass dieser "Grundsatz auch in der praktischen Handhabe beachtet werden muss". Neben der Wahrung und Fortführung der antifaschistischen Grundeinstellung müsse sich die SPÖ aber auch mit "vielen anderen politischen Themen auseinandersetzen, die viel mit der Glaubwürdigkeit der Partei zu tun haben". So gelte es etwa, auf die geänderten Bedingungen innerhalb der Arbeitswelt zu reagieren, unterstrich Vranitzky. Gleichzeitig müssten die Bildungs-Chancen, die lang genug "verhaut und verbaut" wurden, gemehrt werden. Das seien die richtigen, in die Zukunft gerichteten Antworten der SPÖ.

Neugebauer - "Schätze Vranitzky wegen seiner konsequenten Haltung zu Rechtradikalismus"

Er schätze Altkanzler Franz Vranitzky "wegen seiner konsequenten Haltung zum Rechtsradikalismus und Rassismus", hielt Professor Wolfgang Neugebauer am Podium fest. Ebenso wie Vranitzky sei auch er davon überzeugt, dass der "Antifaschismus Grundkonsens in der österreichischen Sozialdemokratie ist", so Neugebauer abschließend. (Schluss) mb

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