E-Day: WKÖ startet Informationsoffensive zur Elektronischen Rechnung: "Jetzt wird richtig abgerechnet!"

Hochhauser: "Es besteht massiver Handlungsbedarf" - "Bis zu 600 Mio. Euro pro Jahr an Kosteneinsparungen möglich"

Wien (PWK142) - Einen Schwerpunkt beim gestrigen E-day 2007 der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) stellte das Thema "Elektronische Rechnung"- kurz "E-Rechnung" oder "E-Billing" - dar. Laut einer aktuellen Erhebung der WKÖ, sind die meisten Rechnungen, die derzeit in Österreich elektronisch übermittelt werden, nicht gesetzeskonform. "Ohne die vorgeschriebene digitale Signatur drohen Unternehmen schon heute Vorsteuerverlust und erhebliche Steuerrückzahlungen", so Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser in ihrem Eröffnungsstatement. Der Umfrage zufolge wissen lediglich 27,7% der befragten Unternehmen über den Einsatz und die Notwendigkeit der Digitalen Signatur bei der elektronischen Rechnungslegung Bescheid. "Die WKÖ hat sich daher zum Ziel gesetzt, diesen Wert im kommenden Jahr auf über 60% zu steigern", so Hochhauser.

Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, hat die Wirtschaftskammer Österreich in Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen und führenden Unternehmen der IT-Wirtschaft eine breit angelegte Informationsoffensive zur elektronischen Rechnung gestartet. Ziel der Kampagne, die unter dem Motto "Jetzt wird richtig abgerechnet!" steht, ist es, über die verbreitete Verwendung der E-Rechnung den Wirtschaftsstandort Österreich noch attraktiver zu machen und konkret die heimischen Betriebe über dieses wichtige Thema bei der Unternehmesführung und dem damit verbundenen Einsparungspotential zu informieren.

Während eine herkömmliche Papier-Rechung mit drei bis sechs Euro zu Buche schlägt, kostet die elektronische Variante nur 30 bis 50 Cent, rechnete die WKÖ-Generalsekretärin vor. Dies bedeutet Kosteneinsparungen bis zu 70 Prozent und ein hochgerechnetes Sparpotenzial von jährlich bis zu 600 Millionen Euro bei Österreichs Betrieben. Die Investitionen für die E-Rechnung und die Digitale Signatur rechnen sich in einem Einzelunternehmen schon dann, wenn nur fünf Prozent aller Rechnungen elektronisch versandt werden. "Bei der praktischen Umsetzung der E-Rechnung sehen wir in Österreich einen großen Nachholbedarf", so Hochhauser abschließend.

Gerhard Laga, Leiter des E-Centers der WKÖ, ergänzte in seinem Vortrag zum Thema "e-Billing in der Praxis", dass man diese von Generalsekretärin Hochhauser angesprochenen 600 Millionen Euro an Einsparungspotential nicht als ein Einzelthema betrachten darf, sondern vielmehr jedem einzelnen Unternehmer sein persönliche Einsparungspotential im Unternehmen aufzeigen muss, um ihn so besser vom Nutzen und den Vorteilen der elektronischen Rechnungslegung überzeugen zu können.

"Die WKÖ hat aus diesem Grund ein Online-Beratungs-Tool entwickelt, mit dem sich jeder Unternehmer rasch und unbürokratisch anhand von 5 Fragen über die persönliche Notwendigkeit von E-Billing informieren kann. Das Tool kann unter http://www.e-rechnungen.at abgerufen werden", so Laga.

Wie Gerhard Laga abschließend ankündigte, werden darüber hinaus weitere WKÖ-Veranstaltungen, wie die kommende Telefit-Roadshow in den Bundesländern, über das Thema E-Rechnung informieren. (NL)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Presse
Mag. Norbert Leithner
Tel.: (++43) 0590 900-4559
Fax: (++43) 0590 900-263
norbert.leithner@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001