KO Scheuch: Landesrat Rohr in Geiselhaft der Stromlobby?

Landesrat Rohr soll endlich Alternativkonzepte zum geplanten Gas-Dampfkraftwerk auf den Tisch legen

Klagenfurt (OTS) - "Klagenfurt braucht kein überdimensioniertes Mega-Kraftwerk, das halb Kärnten mit Strom versorgen kann, massive negative Auswirkungen auf die Umwelt hat und unsere Bevölkerung von der Preispolitik russischer Gasliefereranten abhängig macht," erklärt der freiheitliche BZÖ-Klubobmann Ing. Kurt Scheuch zur Debatte um das geplanten Gas-Dampfkraftwerk in Klagenfurt.

Scheuch findet es unverantwortlich, dass in der laufenden Diskussion nicht daran gedacht wird, die bioenergetischen Ressourcen Kärntens einzubinden: "Es wäre ökologisch und wirtschaftlich viel besser, wenn ein kleineres Kraftwerk gebaut wird, das auf der Basis von Biomasse betrieben würde und Gas nur für den Spitzenbedarf verwendet." Scharfe Kritik übt Scheuch in diesem Zusammenhang an Landesrat Rohr. "Rohr entpuppt sich wieder einmal als Freund der Stromlobby, die ihm offenbar mehr am Herzen liegt als die Kärntner Bevölkerung. Sonst hätte er in seiner Funktion als Umweltreferent schon längst Alternativkonzepte zum geplanten Gas-Dampfkraftwerk vorgelegt. Aber offenbar sind seine Verflechtungen zum Verbund so stark, dass er nichts unternehmen will", so Scheuch.

Mit seiner Position konterkariere Rohr das bestehende Energiekonzept des Landes Kärnten, das auf Nachhaltigkeit bedacht ist, und bringe vor allem die Bürger in Gefahr. "Die Inversionswetterlage im Klagenfurter Becken lässt zu befürchten, dass es durch das Gas-Dampfkraftwerk zu starken gesundheitlichen Belastungen kommen wird. Durch die Verbrennung großer Mengen an Erdgas werden hohe Mengen gesundheitsschädlicher Stickoxide frei, und auch die Belastung mit Feinstaub wird im Vergleich zum alten Fernheizwerk zunehmen. Die Umsetzung des Projekts würde einen zusätzlichen CO2-Ausstoß von 1 Million Tonnen im Jahr und eine 20%ige Erhöhung der Kohlendioxidbelastung für Kärnten bedeuten. Rohr muss sich überlegen, ob er das der Bevölkerung antun will", sagt Scheuch. Der Ball liege nun jedenfalls beim SP-Landesrat, der endlich handeln und neue Vorschläge ausarbeiten soll, die den Kärntner Energieleitlinien entsprechen. (Schluss)

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