ÖGB-Leutner erteilt Forderungen der Industrie eine Absage

Kein Anhebung des Pensionsantrittsalters und der täglichen Normalarbeitszeit

Wien (ÖGB) - "Die Forderungen der Industrie werden immer fragwürdiger und die Argumentation wird immer zweifelhafter", kontert der Leitende Sekretär des ÖGB, Dr. Richard Leutner, auf die Aussagen des Obmannes der Sektion Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Wolfgang Welser, das Pensionsantrittsalter auf 67 Jahre und die tägliche Normalarbeitszeit auf zehn Stunden anzuheben.++++

"Wenn Herr Welser beklagt, dass zu viele Menschen frühzeitig in Pension geschickt wurden und dass daher in Zukunft länger gearbeitet werden muss, ist eines klar zu stellen: Die Menschen wurden von den Arbeitgebern in Pension geschickt", so Leutner. Welsers Argumentation vergleicht der Leitende Sekretär des ÖGB mit jener beim herbei geredeten Fachkräftemangel. Leutner: "Die Betriebe bilden immer weniger Lehrlinge aus und gleichzeitig schreien sie nach ausländischen Fachkräften. Dazu kommt, dass die Arbeitgeber das vorhandene Instrumentarium bei der Fachkräftesuche nicht ausschöpfen."

Ähnlich auch die immer wiederkehrende Diskussion um die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Leutner: "Der Kollektivvertrag bietet ausreichend Möglichkeit zur flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit. In Wahrheit geht es den Unternehmern aber nicht um Arbeitszeitflexibilisierung, sondern um die Senkung der Einkommen der ArbeitnehmerInnen."(ff)

ÖGB, 1. März 2007 Nr. 148

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