Lichtenecker: Temelin-Zwischenfall belegt Handlungsbedarf

Grüne erneuern Forderung nach Erklärung des Kanzlers im Parlament

Wien (OTS) - "Dass die österreichische Bevölkerung über den jüngsten Zwischenfall im AKW Temelin erst mit 50-stündiger Verspätung informiert wurde, passt ins Bild. Temelin ist ein Pannenreaktor und das Infoabkommen zwischen Tschechien und Österreich funktioniert offenbar nicht," kritisiert Ruperta Lichtenecker, Umweltsprecherin der Grünen.

In Block 1 des südböhmischen Atomkraftwerks Temelin sind Anfang der Woche 2000 Liter Kühlflüssigkeit ausgeflossen. Danach führten Gusenbauer und sein Amtskollege Mirek Topolanek ein Gespräch über das Risiko-AKW in Prag. "Es stellt sich die Frage ob der tschechische Regierungschef Bundeskanzler Gusenbauer über den Zwischenfall informiert hat", so Lichtenecker, "auch wenn keine Radioaktivität ausgetreten ist, zeigt dieser Zwischenfall wieder einmal den maroden Zustand des AKWs und den dringenden Handlungsbedarf."

"Die von Gusenbauer in Prag vereinbarte interparlamentarische Kommission schiebt das Problem weiter auf die lange Bank. Die Temelin-Betreiber müssen die vollständige Behebung aller Sicherheitsmängel umgehend belegen, ansonsten muss die Bundesregierung die vom Nationalrat geforderte Völkerrechtsklage einbringen", fordert Lichtenecker. "Wir erwarten uns eine Klarstellung der Temelin-Politik der Bundesregierung von Bundeskanzler Gusenbauer bei der Nationalratssitzung am 7. März," erneuert Lichtenecker die Grüne Forderung nach einer Erklärung des Kanzlers im Parlament.

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