AKNÖ-Staudinger: OECD bestätigt AKNÖ-Einkommensstudien

Lohnerhöhungen werden von höheren Steuerbelastungen "aufgefressen"

Wien (AKNÖ) - "Was wir schon seit dem Jahr 2000 ständig aufzeigen, ist nun auch von der OECD bestätigt worden", sagt der Präsident der AKNÖ, Josef Staudinger. Laut OECD ist die Abgabenlast für Lohnsteuer und Sozialabgaben in den letzten sieben Jahren eklatant gestiegen und liegt auch deutlich höher als der OECD-Durchschnitt. "Die AKNÖ analysiert jedes Jahr die Einkommen der niederösterreichischen Beschäftigten", so Staudinger. Es sei von Beginn an klar gewesen, dass die Steuerreform der vorigen Regierung die Beschäftigten mehr kostet, als sie bringt: Die Einkommen steigen zwar leicht, die Erhöhungen werden aber von den gestiegenen Belastungen "aufgefressen". "Es ist nicht nur das Gegenteil der Versprechungen eingetreten, wonach mehr netto in der Brieftasche bleibe, sondern durch die Gruppenbesteuerung und die Senkung der Körperschaftssteuer sind lediglich die Gewinne einiger Unternehmen in schwindelnde Höhen gestiegen", sagt Staudinger.

"Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass es für viele ArbeitnehmerInnen kein Auskommen mit dem Einkommen gibt", erklärt der AKNÖ-Chef. Jede 4. Frau sei trotz Beschäftigung armutsgefährdet. "Im Tourismus, im Gesundheitsbereich, im Handel und in allen anderen Branchen, in denen Teilzeitbeschäftigung eine wesentliche Rolle spielt, ist die Armutsgefährdung ein latentes Risiko", so Staudinger weiter. Der AKNÖ-Präsident fordert daher eine Stärkung der kleinen und mittleren Einkommen, um die Massenkaufkraft wieder anzukurbeln und eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen um 1 Milliarde Euro. Auch die Negativsteuer müsse zumindest verdoppelt werden.

Staudinger weist in diesem Zusammenhang auch auf die derzeit laufende Steuerrückholaktion der AKNÖ hin: "Bei diesen hohen Belastungen ist jeder Cent wichtig. Deshalb helfen wir den Menschen dabei, ihr zuviel an Steuern bezahltes Geld wieder zurückzuholen." Die AKNÖ bietet bis 8. Juni 2007 Unterstützung beim Steuerausgleich an. Die Steuerrückholaktion wird bezirksweise durchgeführt.

Anmeldung zur Steuerrückholaktion: 05 7171-1551, Information und Termine: noe.arbeiterkammer.at/steuer

Rückfragen & Kontakt:

Susanne Karner
Pressesprecherin Präsident Staudinger
Tel.: 0664/5482059
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