WKÖ gründet Netzwerk Umwelt- und Energietechnik International (NUI)

Umwelttechniksektor wird bei Auslandsaktivitäten von AWO verstärkt unterstützt - Ziel: Verdoppelung der international tätigen Umwelttechnik-Firmen

Wien (PWK139) - Heute (Donnerstag) wird in Wels die "Expo Energy -Energiesparmesse 07" eröffnet. In diesem Zusammenhang stellte die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser, das von der WKÖ neu gegründete "Netzwerk Umwelt- und Energietechnik International NUI" vor.

"Schon jetzt zählen österreichische Unternehmen aus der Umwelttechnikbranche zu den Top-Anbietern weltweit, und Umwelttechnik ‚Made in Austria’ ist schon ein internationales Markenzeichen", so Hochhauser, "aber unser Potenzial ist in diesem boomenden Sektor noch lange nicht ausgeschöpft." Aus diesem Grund hat die WKÖ das Netzwerk NUI ins Leben gerufen, um der Branche stärker unter die Arme zu greifen und sie bei ihrem internationalen Marktauftritt noch besser zu unterstützen. Zugleich begrüßt die WKÖ-Generalsekretärin die geplante Einrichtung eines Klimafonds, der mit 500 Millionen Euro dotiert werden soll: "Ein Gutteil der Mittel muss zur Absicherung und Weiterentwicklung der Technologieführerschaft Österreichs in diesem Bereich verwendet werden."

Hochhauser: "Die österreichische Umwelttechnikindustrie verzeichnet bereits jetzt Umsatzzuwächse von jährlich fast 8%, und zwei Drittel der Umsätze entfallen auf das Exportgeschäft." 40% der Umwelttechnik-Exporte gehen in die EU15, 10% nach Mittel- und Osteuropa, 5% nach Nordamerika. Gerade in Osteuropa und in Amerika orten die Experten der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ das größte Zukunftspotenzial für die Branche. "Alleine in Süd- und Südosteuropa hat der Umweltbereich bei der verlangten Angleichung an EU-Standards einen Investitionsbedarf von rund 200 Mrd. Euro", sagt die stellvertretende Leiterin der AWO, Gudrun Hager. Zur bestmöglichen Nutzung dieses Potenzials für österreichische Betriebe wurde NUI ins Leben gerufen. Hager: "Wir bieten die Plattform für alle Unternehmen aus diesem Bereich." Derzeit sind rund 600 österreichische Umwelttechnikbetriebe international tätig. Das erklärte Ziel der AWO ist, "die Zahl der Unternehmen aus der Umwelttechnikbranche, die international tätig sind, bis 2010 zu verdoppeln", so Hager.

NUI soll die Kommunikationsdrehscheibe zwischen Firmen und Ausland sein, der Vernetzung im Ausland dienen, die strategische Planung und Koordination der Auslandsauftritte der österreichischen Umwelttechnikbranche koordinieren und dabei bereits bestehende Umweltcluster einbinden sowie den direkten Kontakt mit entsprechenden Firmen suchen. "NUI wird ‚Environmental Technology Made in Austria’ weltweit als Markenzeichen etablieren. Wie bei den Lipizzanern und den Mozartkugeln, soll man bei Umwelttechnik künftig an Österreich denken", betont Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt-und Energiepolitik der WKÖ. Es gebe in dieser Branche noch viel zu holen. "Wir haben sieben prosperierende Jahre hinter uns, aber wir können mit gutem Grund weitere sehr erfolgreiche Jahre erwarten."

Im NUI werden zur optimalen Bündelung der Aktivitäten Unternehmensvertreter, Cluster, sowie Vertreter von Ministerien und Institutionen zusammenwirken. Die Hauptkompetenz von NUI liegt in der Vernetzung mit dem Ausland durch das komplette AWO-System (insgesamt 106 Stützpunkte weltweit). Angesiedelt ist das NUI in der AWO, als Zusammenschluss der WKO-Dienststellen AWO, Umweltpolitische Abteilung, Fachverband FMMI/Dachverband Energie-Klima. Die Geschäftsführung liegt bei der AWO. Die AWO hat als Koordinatorin des NUI ihr Veranstaltungsangebot für Umwelttechnik verdichtet und bietet den heimischen Unternehmen dieser Branche alleine heuer rund 60 Fachveranstaltungen zum Themenbereich Umwelttechnik im In- und Ausland (in 25 verschiedenen Ländern) an. Zusammen mit Veranstaltungen, die über den Umwelttechnikbereich hinausgehen und branchenübergreifende Inhalte - etwa den Energiesektor - haben, sind es heuer sogar 130 Veranstaltungen.

Schon seit 2003 liegt ein Schwerpunkt des AWO-Programms auf dem Bereich Umwelttechnik. Das AWO-Programm mit Marktstudien, spezialisierten Mitarbeitern im Ausland sowie speziellen Veranstaltungen zur Umwelttechnik stellt jetzt eine noch intensivere und nachhaltige Betreuung dieser Branche sicher. Ergänzt und flankiert werden die AWO-Aktivitäten im Rahmen von NUI durch die im neuen Regierungsprogramm festgelegten Maßnahmen im "Masterplan Umwelttechnologie (MUT)". Bei der Definition der MUT-Ziele ist die AWO mit eingebunden und für die Umsetzung der auslandsrelevanten Punkte der Haupt-Ansprechpartner. Hochhauser: "Die Initiative MUT des Lebensministeriums ist begrüßenswert, da sie eine enge Verbindung zwischen Politik, Unternehmen und Verbänden zur Absicherung des Standorts Österreich für nationale Umwelttechnologie-Unternehmen herstellt." (BS)

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email: gudrun.hager@wko.at
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Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Dr. Stephan Schwarzer
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