VP-Dworak: Umfassende Maßnahmen bei Wohnbausanierungen notwendig

Ankündigungen können nur erster Schritt sein - Westgürtel nach wie vor trostlos

Wien (VP-Klub) - "Bei Wohnhaussanierungen brauchen wir in Wien umfassende Maßnahmen, um auf die gesellschaftlichen, sozialen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen antworten zu können", kritisiert LAbg. Bernhard Dworak die von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig angekündigten Sanierungen bei Wohnungen in Wien. Die Fokussierung auf die Bezirke entlang des Westgürtels nennt er "mehr als übernotwendig". Positiv beurteilt er die Pläne, zusätzliche Grün- und Parkflächen in einigen Bezirken mit besonders dichter Bebauung zu schaffen: "Wir hoffen, dass es tatsächlich zu dieser Offensive kommt!"

Ankündigungen sind nur erster Schritt

"Die Ankündigungen können nur ein erster Schritt sein, die aus dem Ruder laufenden sozialen Probleme und die Beginne einer Ghettoisierung in manchen Grätzeln aufzuhalten. Hier gilt es, nicht nur mit den Mitteln des Wohnbaus zu arbeiten, hier sind Konzepte zur Modernisierung der gesamten Infrastruktur sowie des öffentlichen und privaten Verkehrs notwendig. Heruntergekommene Viertel in Wien brauchen schnell eine Perspektive, um eine Verschlimmerung hintan zu halten und den dort lebenden Menschen Verbesserungen des Wohnumfelds bieten zu können", so Dworak. Die Bemerkung, dass die Förderung der Einkaufsstraßen ebenfalls zu den vorrangigen Zielen gehört, mutet für Dworak angesichts überdimensionierter Einkaufszentren auf der grünen Wiese wie ein Scherz an: "Da werden in einem Ressort die Weichen so gestellt, dass die Züge nur mit vollem Tempo kollidieren können", resümiert Dworak.

Westgürtel nach wie vor trostlos

Dworak hebt hervor, dass der Westgürtel bereits seit 1996 im Zentrum der Stadtentwicklung steht: "Die Erfolge lassen sich für den Betrachter nur an wenigen Beispielen bemerken. Außer der neuen Bibliothek und der Umgestaltung und Überdachung des Urban-Loritz-Platzes ist nicht viel zu sehen. Graue, heruntergekommene Bauten und der ständig präsente Verkehr lassen den notwendigen Schritt deutlich werden. Da liegt viel vor uns!" Dworak sprach den zuständigen Stellen der Europäischen Union Dank aus, die durch die Fördermittel diesen "Schwerpunkt Westgürtel" überhaupt erst möglich machen.

Gebietsbetreuungen neu verteilt

"Die Änderungen der Gebietsbetreuungen von mehr architektonischen hin zu sozialpolitischen Aspekten sind zu begrüßen", so Dworak. Die neu eingesetzten Gebietsbetreuungen dürfen aber nicht mit der parteipolitischen Brille der SP-Stadtregierung betrachtet werden und unter Umständen Mietergruppen untereinander ausspielen. "Eine streng überparteiliche Sichtweise bei den Gebietsbetreuungen ist oberstes Gebot, so dass diese auch ihre Aufgabe wirklich im Interesse der Allgemeinheit wahrnehmen können", schließt Dworak.

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