Matznetter: "Stiftungen sind Erfolgsmodell, haben aber Reformbedarf beim Image"

"Nützlichkeit für Gesellschaft stärker betonen"

Wien (SK) - Die unter Ex-Minister Lacina eingeführten Privatstiftungen seien ein "wirkliches Erfolgsmodell", betonte Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter Mittwoch abend bei einer Diskussion zum Thema "Privatisiertes Vermögen - Gemeinnützige Verwendung". Er orte allerdings "Reformbedarf", so Matznetter mit Blick auf das schlechte Image, das Stiftungen in der Öffentlichkeit haben. So würden Stiftungen hierzulande vor allem unter dem Aspekt des "eigennützigen Interesses der Stifter wahrgenommen", so Matznetter. Er erhoffe sich Vorschläge aus der Stiftungs-Community, um den Nutzen für gemeinnützige Zwecke, Wissenschaft und Forschung sowie Soziales stärker zu betonen". ****

Im Regierungsprogramm seien keine Änderungen bei der Besteuerung der Privatstiftungen vorgesehen, stellte Matznetter klar. Das öffentliche Image, dass "die Superreichen ihr Vermögen steuerschonend parken", sei allerdings ungünstig. Es müsse eine "Antwort aus der Stiftungs-Community selbst kommen und die muss sein: 'Was können wir tun, um das Image von Stiftungen zu verbessern und zu betonen, dass Stiftungen nützlich für die Gesellschaft sind", so der Finanzstaatssekretär.

So solle die Community Vorschläge an die Politik machen, wie "Anreizsysteme und gesetzliche Veränderungen" geschaffen werden können, damit mehr Mittel für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden". Schließlich seien auch Ideen hinsichtlich einer "stärkeren Differenzierung zwischen eigennützigen und gemeinnützigen Stiftungen" notwendig, ergänzte Matznetter.

"Ich hätte gerne so etwas wie die Volkswagenstiftung auch hier in Österreich", erklärte Matznetter, der aber daran erinnerte, "dass die Privatisierungserlöse in den letzten Jahren in der ÖIAG-Bilanz und letztlich über die Dividenden im Budget verschwunden sind" und daher für gemeinnützige Zwecke nicht zur Verfügung standen. (Schluss) mb

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