Bundesvorstand des Seniorenbundes unterstützt Lösungsvorschläge des Seniorenrates zum neuen Pflege- und Betreuungssystem

Forderung nach Rezeptgebühr-Obergrenze für chronisch Kranke bekräftigt

Wien (OTS) - Gestern fand unter dem Vorsitz von Bundesobmann Dr. Andreas Khol die 127. Bundesvorstandssitzung des Österreichischen Seniorenbundes statt. Diskutiert wurden dabei unter anderem die Lösungsvorschläge des Österreichischen Seniorenrates zur Neugestaltung des Pflege- und Betreuungssystems: Es wurde einstimmig vom Bundesvorstand beschlossen, dieses Vorhaben des Österreichischen Seniorenrates aktiv zu unterstützen, sodass der Erstellung des Endberichtes nichts mehr im Wege steht. Dieser wird in Folge den Ministerien übergeben werden. Bekräftigt wurde vom Bundesvorstand die Forderung nach einer Begrenzung der Rezeptgebühr für chronisch Kranke, sowie die Einführung von Einschleifregelungen für niedrige Pensionen.

Der Sozialpartner Seniorenrat hatte im vergangenen Jahr sieben Arbeitskreise eingerichtet, welche Konzepte für eine Neugestaltung von Pflege und Betreuung erarbeiten sollten. Seniorenratspräsident Khol: "Die Vorschläge wurden einstimmig vom Bundesvorstand des Seniorenbundes akzeptiert. Jetzt sollte so bald als möglich der endgültige Beschluss im Seniorenrat fallen, damit wir unsere Konzepte an die Bundesregierung übergeben können." Der umfassende Endbericht des Seniorenrates soll den zuständigen Ministerien für Wirtschaft und Arbeit, Soziales, Gesundheit und Finanzen übergeben werden.

Als besonders wichtig erachtet der Österreichische Seniorenbund Verbesserungen im Bereich der Rezeptgebühren. "Chronisch Kranke müssen unbedingt entlastet werden", betonte Khol: "Hier sollte eine Obergrenze eingeführt werden. Zudem fordern wir Einschleifregelungen um bei den Beziehern niedriger Pensionen sozial ungerechte Grenzfälle zu vermeiden." Bisher kann es aufgrund der starren Grenzen zur Befreiung von der Rezeptgebühr passieren, dass ein Pensionist keine Gebühr zahlt, ein anderer mit nur wenigen Euro mehr Pension aber bereits die vollen Gebühren.

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Österreichischer Seniorenbund
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