ÖGJ-Michlmayr: Ausbilden statt Jammern!

50.000 Lehrstellen einsparen und sich dann über zu wenige Fachkräfte zu beklagen ist der falsche Weg

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Statt über den angeblichen Fachkräftemangel zu jammern, sollte die Wirtschaft vor der eigenen Türe kehren - und für Ausbildung sorgen", sagt der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Michlmayr, anlässlich der heute, Donnerstag, bekannt gegebenen Arbeitsmarktdaten. Demnach ist die Zahl der angebotenen Lehrstellen im Februar weiter zurückgegangen. In den vergangenen 20 Jahren hat sich ein großer Teil der Unternehmen aus der Fachkräfteausbildung zurückgezogen: "50.000 Lehrstellen weniger in nur 20 Jahren sprechen eine deutliche Sprache", so Michlmayr.++++

Ende Februar standen gerade einmal 3.098 offene Lehrstellen für etwa 18.000 Jugendliche zur Verfügung, die vergeblich eine Lehrstelle suchen (offiziell beim AMS gemeldete Lehrstellensuchende, in kurzfristigen Schulungen befindliche Jugendliche sowie JASG-LehrgangsteilnehmerInnen).

Michlmayr verlangt die Einrichtung eines Ausbildungsfonds, über den auch die Ausbildungsverweigerer in der Wirtschaft verpflichtend an der Finanzierung der Lehrlingsausbildung beteiligt werden. "Minister Bartenstein soll endlich allen Jugendlichen eine Ausbildung garantieren und nicht die Ausbildungsverweigerer mit der vorzeitigen Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes belohnen", schließt Michlmayr.(fk)

ÖGB, 1. März 2007 Nr. 147

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