Leitl: Österreichs Verwaltung soll wieder die beste Europas werden

WKÖ-Präsident und Staatssekretärin Silhavy eröffnen achten "E-Day" im Haus der Wirtschaft - Wirtschaft fordert Reduktion der Verwaltungskosten in Betrieben um 25 Prozent

Wien (PWK136) - Die Wirtschaftskammer Österreich drängt mit Nachdruck auf eine moderne und zukunftsorientierte Verfassungs- und Verwaltungsreform. "Wir müssen die Abläufe so gestalten, dass die öffentliche Verwaltung kein Hindernis, sondern eine Unterstützung für die heimische Wirtschaft ist. Die vom E-Day ausgehenden Impulse und Initiativen sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Wir unterstützen jede Initiative, eine bessere Verwaltung zu haben", stellte WKÖ-Präsident Christoph Leitl zur Eröffnung des heutigen achten "E-Day" im Haus der Wirtschaft fest.

"Unter Maria Theresia hatten wir hierzulande die beste Verwaltung Europas, vielleicht der ganzen Welt. Warum sollte das nicht auch heute wieder möglich sein. Wir wollen dieses Ziel erreichen", betonte der WKÖ-Präsident. "Wir haben eine Regierung, die in der Lage ist, große Projekte umzusetzen. Die Wirtschaft erwartet eine Verfassungsreform, auf der eine moderne Verwaltung etabliert werden kann".

Als konkrete Forderung nannte Leitl eine Reduktion der Verwaltungskosten für Unternehmen um 25 Prozent. Dadurch würden nicht nur die Betriebe entlastet, sondern auch zusätzliche Wachstumsschübe ausgelöst. Eine nachhaltige Stärkung des Wirtschafts- und Verwaltungsstandortes liege nicht nur im Interesse Österreichs, sondern auch der Europäischen Union.

Als Beitrag zur Kostensenkung stellte Leitl den Vorschlag zur Diskussion, die Publikationspflicht für Unternehmen in der Wiener Zeitung wegfallen zu lassen. Es würde genügen, wichtige Pflichtmitteilungen auf elektronischem Wege zu veröffentlichen.

Heidrun Silhavy, Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, die gemeinsam mit Leitl die Eröffnung vornahm, bedankte sich für die Angebote der Wirtschaft zur Zusammenarbeit und Unterstützung. "Wir wollen gemeinsam zeigen, dass wir einen modernen und innovativen Staat haben. Ich bin überzeugt, dass wir in guter Kooperation ein gutes Stück auf dem Weg zur Staats- und Verwaltungsreform weiterkommen".

Gerade "e-Government" sei ein wesentlicher Faktor, um die Verwaltung anders zu gestalten, führte die Staatssekretärin weiter aus. Durch eine Verwaltungsreform könne Österreich nur gewinnen:
"Nützen wir die Steine, die manchmal den Weg blockieren, um damit neue Häuser zu bauen"

Sie habe in kurzer Zeit bereits viele gute Erfahrungen machen können, die dem Klischee vom Beamten mit Ärmelschoner diametral widersprechen, berichtete Silhavy. "Es sind bereits viele tolle Leistungen zu finden. Was wir jetzt brauchen, ist eine Verbreiterung der Schiene. Damit können wir viele Aufholbedürfnisse befriedigen". (hp)

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