SP-Haider zu Regierungsklausur: Mehr Lehrwerkstätten und mehr Zukunftsberufe statt Facharbeitermangel

Mehr als 9000 Jugendliche in Oberösterreich brauchen Jobs!

Linz (OTS) - Oberösterreichs SP-Landeschef Erich Haider begrüßt die Absicht der Bundesregierung, bei ihrer Klausur in Linz gemeinsam wirksame Strategien für mehr Lehrstellen und Arbeitsplätze für Jugendliche rasch in die Tat umzusetzen. Haider unterstützt damit ausdrücklich die Vorschläge von Bundeskanzler Gusenbauer zur Qualifizierung der heimischen Facharbeiter.
"Eine Lehrlingsoffensive, verstärkte Weiterbildung von Schulabbrechern und forcierte Qualifizierungsmaßnahmen durch das AMS sind die wichtigsten Maßnahmen gegen einen allenfalls drohenden Facharbeitermangel. So kann der Facharbeiter-Bedarf aus Österreich gedeckt werden", gilt für Haider.
Es sei auch wenig glaubwürdig, wenn einerseits ein drohender Facharbeitermangel beklagt würde und andererseits nicht alle Möglichkeiten zur forcierten Lehrlingsausbildung genützt würden, ergänzt der OÖ-SP-Vorsitzende.

9562 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 waren Ende Jänner 2007 in Oberösterreich arbeitslos gemeldet oder in Schulungen. Das sind um fast 2000 mehr als im Jänner 2000. Im Jahresdurchschnitt waren im Vorjahr 8.496 Jugendliche in OÖ ohne Job. Das sind um 56,3 % mehr als noch 2000. "Jeder arbeitslose Jugendliche ist einer zuviel!", so Haider.

"Oberösterreich braucht mehr Ausbildungsplätze in überbetrieblichen Lehrwerkstätten, mehr Vollzeitberufsschulen und mehr Plätze in mittleren und höheren Schulen. Darüber hinaus muss es wesentlich mehr qualifizierte Lehrgänge für Zukunftsberufe geben",
fordert Haider. So gelte es, die "Blum-Prämie" stärker an Zukunftsberufe und an qualitätsorientierte Ausbildung zu binden". Ein Rezept, das auch für die anderen Bundesländer seine Berechtigung habe.

Österreich, so Haider, könne zwar stolz auf sein duales Ausbildungssystem sein, alle Verbesserungsmöglichkeiten müssten aber rasch genützt werden . So müsse auch sichergestellt sein, dass auch Schulabgänger ohne "überragende" Abschlusszeugnisse ihre faire Chance am Arbeitsmarkt bekommen.
Oberösterreichs SPÖ-Landeschef schlägt erneut vor, zum Beispiel ungenützte Kapazitäten in den ehemaligen Lehrwerkstätten von ÖBB, Elin-EBG und den Steyr-Werken für überbetriebliche Ausbildungszwecke zu nützen. Dadurch könnte die Qualität in der Lehrlingsausbildung gesichert und Qualitätskontrollen erleichtert werden, so Haider.

Nur mit einer guten Ausbildung, die sich an den tatsächlichen Erfordernissen orientiert, hätten junge Menschen gute Chancen, sich dauerhaft am Arbeitsmarkt zu bewähren und nicht bloß eingestellt zu werden, weil der Betrieb Prämien dafür erhält.
"Ausbilden ist das Gebot der Stunde und nicht das Hereinholen von ausländischen Fachkräften", betont Erich Haider.

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